Auslands-schuljahr in Australien

Du träumst von einem Auslandsjahr mit Surfen als Schulfach, großer Pause am Strand und Weihnachten bei 30 Grad? Australien bietet auch für Schüler viele Möglichkeiten, vom High-School Jahr bei einer Gastfamilie, kurzer Schnupperaufenthalt oder einer Auszeit im Ausland mit der Familie.

Warum ein Auslandsjahr in Australien?

Australiens Bildungssystem erfreut sich eines ausgesprochen guten Rufs. Australien ist deshalb bei Schülern und Studenten aus dem Ausland ein begehrtes Ziel und weit vorne unter den weltweit beliebtesten Studienländern. Rund 400.000 Anträge auf ein australisches Student Visa werden jährlich gestellt, Tendenz steigend. Dies gilt nicht nur für die Hochschulen und Berufsakademien, sondern ganz besonders auch für die australischen Schulen, die aufgrund der modernen Ausstattung, der guten Ausbildungs- und Qualität Standards und der guten Infrastruktur und Organisation international besonders angesehen sind. Neben dem hohen Qualitätsniveau sprechen auch seine Struktur und Organisation für das australische Ausbildungssystem. Denn es ist in vielen Punkten weitaus flexibler im Vergleich zu anderen Ländern und in vielen Punkten deutlich individueller auf die persönlichen Fähigkeiten und Vorlieben des Einzelnen abgestimmt. Interessante und abwechslungsreiche Schulfächer, die Vielzahl außerschulischer Aktivitäten sowie die gute Betreuung durch Lehrer und Tutoren veranlassen auch viele Jugendliche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz jedes Jahr dazu, ein Auslandsjahr an einer High School in Australien einzulegen oder für ein paar Monate eine australische Schule zu besuchen.

Welche Möglichkeiten gibt es für ein Auslandsjahr?

Der Schulbesuch im Ausland ist für internationale Schüler in Australien grundsätzlich in jedem Alter möglich. Die australischen Schulen machen hier keine Einschränkung und ermöglichen einen Schüleraustausch oder ein Auslandsschuljahr für jede Altersgruppe, solange für eine angemessene Unterbringung und Betreuung des Schülers gesorgt wird. Dies kann entweder in einer Gastfamilie sein oder auch beispielsweise durch ein mitreisendes Elternteil gewährleistet werden.

Kurzaufenthalt

Geht es darum die Englischkenntnisse zu verbessern und die australische Kultur ein wenig kennenzulernen ohne dabei zu viel von der Schule zu Hause zu verpassen, bietet sich ein Gastaufenthalt an, in der Regel zwischen 3 und 6 Monaten.

High School Jahr

Ein Jahr im Ausland verbessert nicht nur die Englischkenntnisse, sondern erweitert auch den Horizont und fördert die Selbstständigkeit. Viele entscheiden sich deshalb in der Oberstufe für ein Semester oder Auslandsschuljahr an einer High School.

Familien-Auslandszeit

Immer mehr Familien entschließen sich dazu, ein gemeinsames Auslandsjahr mit den Kindern zu verbringen. So kann man als Familie in die australische Kultur eintauchen und diese Erfahrung gemeinsam machen, während die Kinder eine australische Schule besuchen.

Gerade im Alter zwischen 14 und 18 Jahren entscheiden sich viele Jugendliche für einen solchen Aufenthalt und besuchen in Australien eine australische High School mit Unterbringung bei einer Gastfamilie. Aber nicht nur für Teenager bietet Australien die Möglichkeit für einen längeren Zeitraum in die Kultur und das Leben einzutauchen. Auch für Eltern, die gerne gemeinsam mit Ihren Kindern eine Auszeit einlegen möchten, gibt es durch das Student Guardian Visa die Möglichkeit die Kinder zu begleiten und diese Zeit in ein Familien-Sabbatical zu verwandeln. Wie das funktionieren kann, verraten wir hier.

Das australische Schulsystem - Ein Überblick

Australien ist deshalb bei Schülern und Studenten aus dem Ausland ein begehrtes Ziel und weit vorne unter den weltweit beliebtesten Studienländern. Rund 400.000 Anträge auf ein australisches Studentenvisa werden jährlich gestellt, Tendenz steigend. Aber was spricht genau für ein Auslandsjahr oder einen Schüleraustausch in Australien? Wir geben einen Überblick über die Unterschiede und entscheidenden Vorteile.

Qualität und Sicherheit

Australien bietet eine ausgezeichnete Infrastruktur für internationale Schüler und Studenten. Speziell ausgebildete Tutoren und Studienberater kümmern sich intensiv um Neuankömmlinge aus aller Welt. Das Angebot an Orientierungsprogrammen, Eingliederungs- und Vorbereitungskursen sowie Sprachkursen ist ausgesprochen vielfältig und gut auf die Bedürfnisse der internationalen Studenten abgestimmt. Darüber hinaus ist die australische Regierung auch darauf bedacht, die Attraktivität Australiens als Bildungsziel zu bewahren. Mit Hilfe eines speziell zum Schutz internationaler Studenten erlassenen Gesetzes, dem Education Services for Overseas Students (ESOS) Acts, werden Ausbildungseinrichtungen streng reguliert und kontrolliert, um so die Einhaltung definierter Qualität Standards und vereinbarter Leistungen zu gewährleisten. Nur offiziell anerkannte Ausbildungsanbieter dürfen demnach internationale Studenten aufnehmen und müssen ihre angebotenen Kurse und deren Lernziele im sogenannten Commonwealth Register of Institutions and Courses for Overseas Students (CRICOS) registrieren und genehmigen lassen.

Struktur der australischen Schulen

In Australien werden Schüler in der Regel mit 5-6 Jahren eingeschult, besuchen zuerst die meist 6 Jahre dauernde Primary School (Grundschule) und wechseln anschließend auf eine bis zum 12. Schuljahr dauernde High School (weiterführende Schule). Nach dem 10. Schuljahr können Schüler in Australien wählen eine Berufsausbildung zu beginnen oder die Schule bis zur Hochschulreife (Senior Secondary Certificate nach Abschluss des 12. Schuljahres) weiter zu besuchen.

Das australische Schuljahr beginnt im Januar und ist in vier Terms gegliedert. Zwischen den Terms gibt es zwei Wochen Ferien sowie die langen Sommerferien (etwa sieben Wochen). Da die Jahreszeiten im Vergleich zu Europa genau umgekehrt sind, fallen die Sommerferien auf die Weihnachtszeit. Die genauen Ferienzeiten variieren leicht von Bundesstaat zu Bundesstaat.

Schulalltag und Unterricht in Australien

Das Bildungssystem Australiens ist britisch geprägt und unterscheidet sich in einigen Punkten deutlich vom deutschen System. Der offensichtlichste optische Unterschied: An australischen Schulen gilt Uniformpflicht, alle Schüler tragen somit eine einheitliche Schuluniform. Dahinter steckt in aller erster Linie die Idee, dass alle Schüler ordentlich und angemessen angezogen sind. Darüber hinaus soll dies auch das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken und auch Mobbing vorbeugen.

Die Fächervielfalt ist deutlich größer an australischen Schulen. Die Schüler können ihren Stundenplan zu weiten Teilen selbst zusammenstellen und aus Pflichtfächern, wie zum Beispiel Englisch und Mathematik, sowie aus einer Reihe von Wahlfächern wählen. Das Schulsystem ist somit deutlich schülerorientierter und ermöglicht so eine flexible Ausrichtung für jeden Einzelnen. Welche sonstigen Fächer angeboten werden, wird von den Schulen selbst festgelegt. Je nach Schule kann der Fokus auf Bereichen wie Sprachen, Musik, Sport, Informationstechnologie, Landwirtschaft oder Berufsbildung gelegt werden. So kann Surfen tatsächlich zum Schulfach werden. Darüber hinaus bieten die Schulen sogenannte extracurricular activities an. Dies sind freiwillige Clubs oder Arbeitsgemeinschaften, in denen sich die Schüler freiwillig in ihrer Freizeit engagieren können. Diese Besonderheiten sorgen dafür, dass die Schule in Australien ein Ort ist, wo man gerne hingeht, da hier nicht nur gelernt, sondern auch ein großer Teil der Freizeitbeschäftigung stattfindet. Gerade für internationale Schüler macht es das meist deutlich einfacher, während des Auslandjahres Anschluss zu finden und in die Kultur einzutauchen.

Public School VS. Private School

In Australien gibt es staatliche Schulen (public schools), die für australische Staatsbürger und Personen mit dauerhaftem Arbeitsvisum in der Regel kostenfrei sind, sowie zahlreiche Privatschulen (private schools). Privatschulen stehen ebenso unter staatlicher Aufsicht, sind aber freier in der Aufnahme der Schüler und stellen oft bestimmte Fachrichtungen, wie zum Beispiel Naturwissenschaft, Sport oder Kunst in den Fokus oder sind konfessionell geprägt. Als internationaler Schüler kann man letztendlich frei wählen, ob man während des Auslandsemesters oder des Auslandsjahres lieber eine Public School oder eine Private School besuchen möchte. Allerdings ist der Schulbesuch in Australien für internationale Schüler immer mit Studiengebühren verbunden, egal ob man eine staatliche oder eine private Schule wählt. Privatschulen sind hier in der Regel aber deutlich teurer.

Wie plant man die Auslandszeit in Australien?

Bei der Entscheidung für ein Auslandsschuljahr oder einen mehrmonatigen Schulbesuch in Australien muss man einiges berücksichtigen und im Vorfeld abklären. Dies betrifft nicht nur die offensichtlichen Aspekte wie An- und Abmeldung bei Heimatschule und Gastschule, sondern auch noch einige weitere Punkte. Wir geben einen kurzen Überblick über die wichtigsten Fragen, die man sich bei der Organisation der Auslandszeit stellen und in die Überlegung einbeziehen sollte.

Schild mit Pfeil und Aufschrift Australien

Als Schüler benötigt man eine Beurlaubung durch die hiesige Schulbehörde für die Zeit im Ausland. Die Entscheidung darüber liegt in der Praxis im Ermessen der Schulleitung und ist abhängig von den Vorgaben des jeweils zuständigen Bundeslandes. Einheitliche und allgemein gültige Regelungen gibt es hier leider nicht. Deshalb sollte man im ersten Schritt mit der Schule klären, ob die Befreiung möglich ist, welcher Zeitraum unter den gegebenen Voraussetzungen möglich ist und wie sich die Auslandszeit am besten in die Schullaufbahn integrieren lässt. Für Gymnasiasten sehen die Schulen in der Regel einen Aufenthalt beim Eintritt in die Oberstufe (10. Schuljahr bei G8 bzw. 11. Schuljahr bei G9) als am besten geeignet an, bei Realschülern die 9. oder 10. Klasse. 

Auch das Thema Anerkennung der schulischen Leistungen im Ausland und Vorrücken nach der Rückkehr sollte man bereits ansprechen. Denn einen generellen Anspruch auf Anerkennung der schulischen Leistungen im Ausland gibt es nicht. Hier kann die Vorgehensweise nicht nur von Bundesland zu Bundesland, sondern auch oft von Schule zu Schule variieren. Manche Schulen ermöglichen nach der Rückkehr das Vorrücken auf Probe oder machen das Vorrücken ins nächste Schuljahr von der Fächerwahl in Australien sowie den erzielten Noten abhängig. Diese Punkte sollte man deshalb bereits im Vorfeld mit der Schule klären und besprechen welche Nachweise für eine spätere Anerkennung nötig sind.

Für die meisten Jugendlichen, die einen Term als Gastschüler oder ein High School Jahr in Australien einlegen möchten, liegt der Reiz darin, den eigenen Horizont zu erweitern und ganz in Land und Kultur einzutauchen. In diesem Fall fällt die Wahl in der Regel auf die Unterbringung in einer Gastfamilie, in Australien auch Homestay genannt. Natürlich möchte man als Eltern hier sichergehen, dass das Kind am anderen Ende der Welt auch tatsächlich in guten Händen ist. Die meisten Schulen, die internationale Schüler aufnehmen, verfügen hier über ein entsprechendes Homestay Netzwerk aus erfahrenen Gastfamilien im Einzugsgebiet der Schule und vermitteln diese entsprechend während des Einschreibeprozesses. Die Sicherstellung der angemessenen Unterbringung und umfassenden Betreuung ist natürlich nicht nur im allgemeinen Interesse für die Schulen, sondern auch eine rechtliche Vorgabe der australischen Behörden. Denn für minderjährige Schüler ist von der australischen Schule eine sogenannte „Confirmation of Appropriate Accomodation and Welfare“ (CAAW) auszustellen. Hierbei handelt es sich um eine offizielle Bestätigung der Schule, aus der hervorgeht, dass der Schüler während seines ganzen Aufenthalts in Australien angemessen untergebracht und umfassend betreut wird. Die Schule muss sich also davon vergewissern, dass es sich um eine zuverlässige Gastfamilie handelt.

Natürlich ist die Unterbringung in einer Gastfamilie nicht die einzige Option. Denn dadurch, dass längeres und flexibles Reisen mit Kindern im schulpflichtigen Alter nicht mehr so ohne Weiteres möglich ist, entscheiden sich immer mehr Familien mit Kindern jeder Altersgruppe für eine gemeinsame Familienauszeit und wählen dafür Australien als Ziel. Die Auslandszeit wird so zum Familien-Sabbatical und zum geteilten Abenteuer. Wochenendausflüge oder Kurztrips zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten können so zur regelmäßigen Freizeitbeschäftigung werden, während man die Schulferien für ausgedehnte Erkundungstouren des roten Kontinents oder der benachbarten Südseeinseln nutzen kann. Das Land und seine Leute lernt man so zweifelsohne viel intensiver kennen als in jedem Urlaub, außerdem lebt man so wie ein Local ohne gleich dorthin auswandern zu müssen. Doch wie funktioniert das? Das australisches Visumrecht bietet nämlich auch die Möglichkeit, dass Eltern ihre Kinder begleiten dürfen und sich selbst während dieser Zeit um die Kinder kümmern (Wie dies genau funktioniert, erklären wir hier).

Australien erlaubt grundsätzlich internationalen Schülern aller Altersgruppen den Schulbesuch und ermöglicht ein hohes Maß an Flexibilität. Wann man den Auslandsaufenthalt beginnen möchte, kann man letztendlich selbst entscheiden und mit der Gastschule entsprechend abstimmen. Für einen möglichst reibungslosen Einstieg empfehlen die meisten mit Termbeginn zu starten und nicht während eines laufenden Terms einzusteigen. Allerdings sollte man sich als High School Schüler nicht unbedingt für den Beginn im letzten Term entscheiden (Start in der Regel ab Oktober), da dies die Hauptprüfungszeit ist und die Klassenkameraden mitten in der Prüfungsvorbereitung stecken. Außerdem ist es empfehlenswert bei der zeitlichen Planung und der Entscheidung für eine bestimmte Region die Jahreszeiten im Hinterkopf zu behalten. Denn diese sind im Vergleich zu Europa genau andersherum. Europäischer Sommer heißt also australischer Winter. Im tropischen Queensland hat dies zwar keine erheblichen Auswirkungen, da hier ganzjährig angenehme Temperaturen herrschen. Entscheidet man sich aber für die Südhälfte Australiens und möchte beispielsweise im Juli nach Melbourne reisen, kann das ziemlich kalt und regnerisch werden.

Wie lange der Aufenthalt sein soll, das kann man selbst festlegen. Für manche ist ein kurzes Reinschnuppern von drei bis sechs Monaten die ideale Lösung, weil sich das oft besser in die Schullaufbahn im Heimatland integrieren lässt. Viele verbringen aber auch gleich ein ganzes Jahr in Australien. Dafür spricht, dass man so natürlich deutlich intensiver in Land, Sprache und Kultur eintauchen kann und dies nicht nur als kurzen Besuch auf Zeit empfindet, sondern das Leben in Australien tatsächlich zum neuen Alltag wird. Die positiven Aspekte für Persönlichkeitsentwicklung, Selbstständigkeit und nicht zuletzt Selbstvertrauen sind unbestritten. Zudem erleichtert es der längere Aufenthalt vor Ort Freunde zu finden und sich tatsächlich zu integrieren. 

Ein Schulbesuch in Australien ist natürlich mit nicht unerheblichen Kosten verbunden, denn hier fallen für international students Studiengebühren an. Wie hoch diese ausfallen, hängt in aller erster Linie von der Schule ab, die man wählt. Während man bei Public Schools mit mindestens 3.000 AUD (knapp 2.000 €) pro Term rechnen muss, kann dies bei Privatschulen deutlich teurer ausfallen. Natürlich hat auch die Region einen entscheidenden Einfluss auf den Preis. Zusätzlich zu den Studiengebühren ist der Aufenthalt mit weiteren Kosten verbunden, die für Unterkunft, Reisekosten und Student Visa anfallen. Darüber hinaus ist für internationale Studenten der Abschluss einer speziellen Krankenversicherung, der Overseas Student Health Cover (OSHC) bei einem zugelassenen australischen Versicherer verpflichtend. 

Oftmals zahlt es sich übrigens auch aus, nach Unterstützungsprogrammen zu suchen, um die Kosten nicht komplett allein schultern zu müssen. So fördern beispielsweise einige Bildungsanbieter und Stiftungen manche Auslandsaufenthalte von Jugendlichen mit Stipendien und Zuschüssen. Darüber hinaus haben einige Städte und Kommunen eigene Programme zur Förderung des Schulbesuchs im Ausland und gewähren hier Zuschüsse, abhängig vom Haushaltseinkommen. Für Schüler an Gymnasien, Gesamtschulen sowie Fach- oder Fachoberschulen gibt es in Deutschland außerdem die Möglichkeit AuslandsBaföG für das Auslandsschuljahr zu beziehen. Dies kann einen Reisekostenzuschlag sowie eine monatliche Unterstützung beinhalten und damit mehrere Tausend Euro ausmachen. Es lohnt sich also, sich bei den zuständigen Behörden im Heimatort zu erkundigen.

Es gibt mittlerweile zahlreiche spezialisierte Organisationen, die den Schulbesuch im Ausland als Komplettpaket anbieten. Meist sind diese spezialisiert auf Schüler im High School Alter. Diese Agenturen arbeiten in der Regel mit festen Schulen zusammen, aus denen man auswählen kann und kümmern sich um die Organisation des Aufenthalts. Hier kümmern sie sich um die Kommunikation mit der Schule, Einschreibung, Unterbringung und bieten darüber hinaus oft noch weitere Dienstleistungen (z.B. Flugvermittlung, Freizeitaktivitäten) an. Diese Serviceangebote sind oft sehr umfangreich und dadurch entsprechend mit nicht unerheblichen Zusatzkosten verbunden.

Wer nicht unbedingt Wert auf einen vollständig durchorganisierten Aufenthalt legt, sondern mehr Flexibilität möchte, kann die Organisation natürlich auch selbst in die Hand nehmen, beziehungsweise sich nach Bedarf für gezielten Support entscheiden, um dadurch Kosten zu sparen. Wenn man über ausreichend Sprachkenntnisse verfügt und keine Berührungsängste hat mit der australischen Schule direkt zu kommunizieren, spricht hier nichts dagegen. Aufgrund der Tatsache, dass australische Schulen umfassende Erfahrung mit internationalen Schülern haben, haben die meisten bereits eine passende Infrastruktur aufgebaut. In der Regel gibt es eigene Ansprechpartner, die für den Einschreibeprozess ausländischer Schüler zuständig sind, als Ansprechpartner für Fragen zur Verfügung stehen und die Vermittlung von Gastfamilien im Einzugsgebiet der Schule übernehmen. 

Wie geht man vor, wenn man den Aufenthalt selbst organisieren möchte:

Möchte man den Aufenthalt selbst organisieren, sollte man zuerst die australische Schule kontaktieren. Die meisten bieten zu diesem Zweck einfache Online Anmeldeformulare an, in dem man die relevanten Angaben zum geplanten Aufenthalt machen kann. Anschließend erhält man ein entsprechendes Angebot, in dem die Gesamtkosten, Zahlungsdetails und alle weiteren wesentlichen Bestandteile erklärt sind. Für eine verbindliche Anmeldung und die Annahme des Angebots ist anschließend eine Anzahlung erforderlich, die meist aus einer Anmeldegebühr, Materialpauschale sowie den Studiengebühren für den Zeitraum der ersten Wochen besteht. Wie hoch diese ausfällt, ist schulabhängig. Nach Zahlungseingang erhält man dann die offizielle Anmeldebestätigung (Confirmation of Enrolment oder kurz CoE), die man zur Beantragung des Student Visa benötigt.

Um nach Australien einreisen zu können, braucht man ein entsprechend gültiges Visum. Welches man für den Schulbesuch im Ausland benötigt, hängt von der Länge des geplanten Aufenthalts ab. Handelt es sich um einen kurzen Aufenthalt, der nicht länger als 3 Monate ist, kann unter Umständen ein australisches Besucher- und Touristenvisum dafür ausreichend sein. Geht es um einen längeren Aufenthalt, braucht man ein australisches Student Visa (subclass 500). Dieses Visum kann in Verbindung mit dem Schulbesuch gewährt werden und deckt den gesamten Einschreibezeitraum ab.

Welche Nachweise im Einzelnen für die Beantragung des Student Visa erforderlich sind, hängt von den persönlichen Voraussetzungen ab. In der Regel werden folgende Nachweise benötigt:

  • Gültiger Reisepass
  • Anmeldebestätigung der Schule (Confirmation of Enrolment, CoE)
  • Nachweis einer Overseas Student Health Cover (OSHC), einer Auslandskrankenversicherung für die Zeit des Aufenthaltes
  • Für Studenten unter 18 Jahren: Nachweis geeigneter Unterbringung und Betreuung (z.B. in Form einer Schulunterkunft und CAAW Bescheinigung oder Nachweis der Betreuung durch Begleitperson) und Zustimmung der Erziehungsberechtigten zum Aufenthalt

Grundlage für den Gültigkeitszeitraum des Student Visa sind die offizielle Anmeldebestätigung (CoE) sowie die Bestätigung der Betreuung (CAAW), das Visum ist also in der Regel so lange gültig, wie es in diesen beiden Nachweisen angegeben wird. Bei der Unterbringung in einer Gastfamilie darf man damit üblicherweise eine Woche vor offiziellem Schulbeginn anreisen und bis eine Woche nach Schulende in Australien bleiben.

 

Welche Möglichkeiten gibt es für Familien

Die meisten Eltern möchten das Kind nicht einfach in den Flieger setzen und ein Jahr fortschicken. Viele Eltern möchten gerne mit eigenen Augen sehen, wo ihr Kind in dieser Zeit lebt und zur Schule geht. Manche entscheiden sich deshalb dazu, die Zeit in Australien gleich komplett gemeinsam mit dem Kind zu verbringen und als Betreuungsperson mitzureisen. Klappt das aber beispielsweise aus zeitlichen oder finanziellen Gründen nicht, bevorzugen es andere Eltern ihr Kind in Australien besuchen zu kommen. Viele Schulbetreuer raten allerdings von Besuchen während der Auslandszeit ab, weil es das Heimweh verstärken und den Kindern die Trennung dadurch oft nur unnötig schwer machen kann. Stattdessen empfehlen sie deshalb lieber das Kind am Ende der Schulzeit selbst abzuholen und einen gemeinsamen Familienurlaub in Australien dranzuhängen. So kann man das Wiedersehen gebührend zelebrieren und intensiv die gemeinsame Zeit nach der langen Trennung genießen.

Familienurlaub nach der Schule

Möchte man einen Australienurlaub nach Abschluss der Schulzeit gemeinsam verbringen, darf man dabei einen wichtigen Punkt nicht aus den Augen verlieren: Das Student Visa wird nur für den geplanten Schulbesuch gewährt, nicht für anschließende Urlaubsaufenthalte. Bei Kindern unter 18 Jahren ist das dazugehörige Student Visa deshalb in der Regel nur 7 Tage über das Schulende hinaus gültig. Möchte man also seinem Kind einen längeren Aufenthalt in Australien ermöglichen, muss rechtzeitig ein weiteres Visum beantragt werden. Erfolgt dies nicht, ist das kein Kavaliersdelikt, sondern ein Verstoß gegen die bestehenden Visumauflagen und damit gegen das australische Visumrecht. Dies kann beispielsweise bei zukünftigen Visumanträgen (nicht nur für Australien) zu Problemen führen.

Soll der Urlaub nahtlos an den Schulaufenthalt anschließen, stehen leider weder eVisitor noch ETA zur Verfügung, da diese nur von außerhalb Australiens beantragt werden können. Um ohne zwischenzeitliche Ausreise den Aufenthalt für eine Urlaubsreise verlängern zu können, muss ein sogenanntes Onshore Visitor Visum beantragt werden. Für dieses Visum müssen Angaben zum geplanten Aufenthalt gemacht werden und zudem nachgewiesen werden, dass das Kind auch weiterhin angemessen betreut wird. Nach Genehmigung steht dann dem gemeinsamen Familienurlaub in Australien nichts mehr im Weg.

 

Gemeinsamer Familienaufenthalt in Australien

Australien bietet nicht nur Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit eine australische Schule zu besuchen. Auch für Eltern, die Ihre Kinder gerne während dieser Zeit begleiten und sich selbst um sie kümmern möchten, bietet das Visumrecht verschiedene Möglichkeiten. Welche Option am besten geeignet ist, ist abhängig von den persönlichen Wünschen und Zielen. 

Möchte man während des Aufenthaltes die Freiheit haben sich ganz auf sein Kind zu konzentrieren und neben der Schule gemeinsame Zeit zu verbringen, ist ein Student Guardian eine geeignete Option. Mit diesem Visum kann ein Elternteil als Begleiter und Aufsichtsperson für das eigene Kind in Australien bleiben und somit die Zeit gemeinsam verbringen. Beachten muss man hier allerdings, dass dieses Visum keinerlei Arbeitsrechte enthält, sondern lediglich die Teilnahme an einem maximal 3-monatigen Sprachkurs ermöglicht, wenn man in dieser Zeit sein Englisch aufbessern möchte. 

Hat man dagegen Interesse daran, die Zeit in Australien zusätzlich noch für die eigene Fortbildung zu nutzen und vielleicht auch währenddessen gelegentlich arbeiten können, gibt es die Möglichkeit selbst ein Student Visa zu beantragen. Hier muss man sich zuerst für eine entsprechende Fortbildung entscheiden und kann anschließend für diesen Zeitraum das Student Visa beantragen. 
Dieses Visum ist geeignet für eine Begleit- und Aufsichtsperson, die einen minderjährigen Schüler oder Studenten nach Australien begleitet und diesen für die Dauer des Studiums betreut. Dies kann beispielsweise ein mitreisender Elternteil oder ein anderer Erziehungsberechtigter sein.
Diese Begleitperson hat die Aufgabe, sich für die Dauer der Ausbildung um den Schüler zu kümmern. Das bedeutet, sich überwiegend um die Unterkunft, Verpflegung und Betreuung des Schülers zu kümmern. Eine Arbeitserlaubnis wird dieser Begleitperson nicht erteilt.

Ihre Visumsoptionen für die Auslandszeit im Überblick

Student Guardian Visa

Eine mitreisende Betreuungsperson kann dieses Visum in Verbindung mit dem Student Visa des Kindes beantragen.

Damit verbundene Rechte und Pflichten:

  • Angemessene Betreuung, Unterbringung und Versorgung des minderjährigen Schülers während des gesamten Zeitraums
  • Keine Arbeitserlaubnis
  • Erlaubnis zur Teilnahme an Englisch-Sprachkursen (max. 3 Monate)
Lediglich eine Begleitperson ist für einen internationalen Schüler zulässig. 

Student Visa

Hat man sich für eine zugelassene Fortbildung in Australien entschieden, kann man als Elternteil ein eigenständiges Student Visa beantragen. So wird man zum Hauptantragsteller und kann die eigenen Kinder sowie den Partner als Nebenantragsteller in das Visum mitaufnehmen.

Damit verbundene Rechte und Pflichten:

  • Hauptantragsteller ist zur Teilnahme an einem zugelassenen Kurs verpflichtet
  • Anmeldung der schulpflichtigen Kinder an einer australischen Schule
  • Angemessene Betreuung, Unterbringung und Versorgung minderjähriger Schüler muss während des gesamten Zeitraums sichergestellt werden
  • Erlaubnis zur Teilzeitarbeit (max. 40 Stunden innerhalb eines 14-Tageszeitraums)
Dies ist eine Visumoption für die ganze Familie. Die Kinder dürfen während des Gültigkeitszeitraums eine australische Schule besuchen, ohne dafür ein eigenes Visum beantragen zu müssen. Auch der Partner kann mit diesem Visum mitreisen und erhält damit sogar Teilzeitarbeitsrechte (max. 40 Stunden innerhalb eines 14-Tageszeitraums).

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