Auswandern nach Australien in 2022 und 2023

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Nachdem Auswandern nach Australien in Zeiten von Corona aufgrund der strikten Grenzschließung nur für die wenigsten möglich war, öffnet sich Australien nun wieder der Welt. Aufgrund des mittlerweile massiven Arbeitskräftemangels möchte Australien aktiv Arbeiter anwerben – denn in allen wirtschaftlichen Bereichen sind die fehlt spürbar Personal.
Nachdem die Einwanderung nach Australien mit einem Fachkräftevisum über die vergangenen zwei Jahre nur in sehr wenigen eingeschränkten Fällen möglich war, öffnet sich das Land nun wieder für den Rest der Welt. Australien ist derzeit mit einem Fachkräftemangel in seit langem nicht mehr gesehenen Ausmaß konfrontiert, der in allen Branchen und Landesteilen spürbar ist. Dies spiegelt sich auch in dem für die nächsten 12 Monate angestrebten Niveau an Fachkräftezuwanderung wider.

Mehr Plätze für Einwanderer ab Juli 2022

Die Vergabe von Plätzen für dauerhafte Visa (Permanent Residency) wird in Australien jährlich geplant und entsprechend angepasst. Das sogenannte Migration Program Year beginnt immer am 1. Juli jeden Jahres. Das neue Programmjahr, und somit das erste nach den COVID-19 bedingten Grenzschließungen, beginnt also am 1. Juli 2022.

Erfreulicherweise werden künftig gerade die für Fachkräfte zur Verfügung stehenden Visumsplätze deutlich erhöht. Insgesamt stehen im neuen Programmjahr in der Kategorie der Skilled Visa, zu denen neben den Fachkräftevisa auch die Investoren- und Gründer-Visa (Business Innovation & Investment) sowie das Global Talent Visa Programm zählen, deutlich mehr Kapazitäten zur Verfügung. Die Zahl der Plätze wurde von 79.600 auf 109.900 erhöht. Den stärksten Zuwachs verzeichnen dabei die für die meisten Auswanderer wichtigsten Fachkräftevisa:

  • Für das Skilled Independent Visa (subclass 189) wird die Zahl der Plätze von 6.500 auf 16.652 dramatisch angehoben
  • Für Visa mit State und Territory Nomination sowie Regional Visa wird das Platzkontingent von 22.400 auf 45.000 verdoppelt.

Was bedeutet das neue Programmjahr für Australien Auswanderer?

Diese Anpassungen lassen für Auswanderungswillige endlich auf bessere Zugangsmöglichkeiten zu diesen Visa und damit auf eine dauerhafte Arbeitserlaubnis in Australien hoffen – sofern man die Voraussetzungen für die relevanten Visaklassen erfüllen kann. Für die diese Fachkräftevisa, für die man kein Arbeitsplatzangebot oder ein Sponsorship durch einen Arbeitgeber braucht, erfordern unter anderem ausreichend Punkte im australischen Visa Punktetest, in den verschiedene Faktoren wie zum Beispiel Alter, Berufserfahrung und Englischkenntnisse einfließen.

Skilled Independent Visa – weniger Druck durch mehr Plätze

Das Skilled Independent Visa (subclass 189) ist stets eine der beliebtesten Visaklassen für Australienauswanderer. Denn mit diesem Visum ist man nicht an einen australischen Bundesstaat gebunden und benötigt auch keine Bundesstaatennominierung. Die Plätze für dieses Visum wurden allerdings im Lauf der letzten Jahre immer weiter reduziert. Der Effekt: Die Mindestpunktzahl, um für dieses Visum zum Zug zu kommen erhöhte sich immer mehr und machte den Zugang für Visumsbewerber schwierig. Deshalb ist die deutliche Erhöhung der Plätze im neuen Programmjahr eine sehr erfreuliche Entwicklung, die sich perspektivisch positiv auf die erforderlichen Mindestpunktzahlen und damit auf die Zugangschancen auswirken dürfte.

State Nominated Visa – mehr Nominierungspotential für die States

Auch die State Nominated Visa sind eine interessante Option, wenn man eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis in Australien anstrebt. Denn sie ermöglichen dies entweder direkt oder über einen definierten Pathway. Das Skilled Nominated Visa (subclass 190) sowie das Skilled Work Regional Visa (subclass 491) erfordern aber zusätzlich die Nominierung durch einen australischen Bundesstaat, die sogenannte State Nomination. Für diese Nominierungen erhalten die Bundesstaten jährliche Kontingente zugeteilt. Diese Kontingente basieren auf den oben genannten australienweiten Planzahlen und können von den Bundesstaaten genutzt werden, um einzelne Bewerber für ein Fachkräftevisum zu unterstützen. Die Erhöhung der Plätze bedeuten damit auch eine Erhöhung der Kontingente und damit mehr Nominierungsplätze, die von den Bundesstaaten vergeben werden können. Somit ist auch dies eine ausgesprochen positive Entwicklung für Australienauswanderer.

Für die Vergabe der Nominierungen können die Staaten dabei ihre eigenen Auswahlkriterien zu Grunde liegen. Eines der wichtigsten Kriterien sind in der Regel von den Bundesstaaten selbst aufgesetzte Bedarfslisten an Berufen, für die im jeweiligen Staat ein besonderer hoher Bedarf besteht. Derzeit haben die meisten Staaten noch keine neuen Bedarfslisten für den Zeitraum ab Juli veröffentlicht, weshalb noch keine konkreten Informationen zur Verfügung stehen, welche Berufe in welchen Bundesstaaten künftig Chancen auf ein Visum haben werden. Die Bekanntgabe der Bedarfslisten wurde aber von den meisten Bundesstaaten für den Beginn des neuen Programmjahrs im Juli in Aussicht gestellt.

Es zeichnet sich jedoch bereits jetzt ab, dass die Bedarfslisten in vielen Staaten deutlich umfangreicher ausfallen werden als in den Vorjahren. Von Western Australia, einem Bundesstaat, der vor COVID nur sehr spärlich Nominierungen für Bewerber außerhalb Australiens ausgesprochen hat, wurde zum Beispiel bereits angekündigt, dass ab Juli 2022 auch wieder Bewerber aus dem Ausland für deutlich mehr Berufe berücksichtigt werden sollen. Auch aus anderen Bundesstaaten kommen bereits erste entsprechend positive Signale.

Ausblick – wie entwickelt sich die Lage für Auswanderungswillige

Die Erhöhung der Planzahlen für die Zuwanderung ab 2022 ist eine sehr positive Entwicklung. Ob darüber hinaus der erst kürzlich erfolgte Regierungswechsel mittel- und langfristig Auswirkungen auf die Gestaltung des australischen Einwanderungsprogramm haben wird, bleibt abzuwarten. Die neue Regierung hat bislang noch keine konkreten Pläne veröffentlicht. Es wurde jedoch bereits signalisiert, dass eine Schwerpunktverschiebung von temporären Arbeitsvisa zugunsten dauerhaften Visaoptionen stattfinden soll.

Wie kann der Weg zum Visum aussehen?

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, um sich den Traum vom Leben und Arbeiten in Australien zu erfüllen. Entscheidend ist, mit welcher Strategie Sie Ihrem Ziel am besten näherkommen können, also welches Visum in Ihrer individuellen Situation die besten Aussichten bietet. Die unterschiedlichen Visumsklassen haben hier jeweils eigene Anforderungen und sind mit entsprechenden Rechten und Auflagen verbunden. Wie man hier am besten vorgeht, hängt von den individuellen Voraussetzungen ab.

Es ist deshalb wichtig den Weg zum Visum für Australien strukturiert anzugehen und die entscheidenden Voraussetzungen im Vorfeld abzuklären, um Probleme im Visumverfahren zu vermeiden. Visapath Australia hilft Ihnen hier gerne weiter, Ihren Fahrplan zum australischen Arbeitsvisum auszugestalten. Wir beraten Sie zu den verschiedenen Möglichkeiten und unterstützen Sie Schritt für Schritt auf Ihrem Weg.

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