Cora - als Ergotherapeutin an die Gold Coast

Visapath client story · Österreich → Queensland

Die E-Mail kam abends auf einer Terrasse auf Bali: „Permanent Residency granted.“ Cora erinnert sich genau. „Ich habe sofort zum Heulen angefangen. Danach sind wir feiern gegangen“, sagt sie heute.

Von Europa über Bali nach Australien

Cora ist Ergotherapeutin, ausgebildet in Österreich. Anschließend arbeitete sie in Österreich und in den USA, zuletzt lebte sie auf Bali und arbeitete in Remote-Jobs.

Die Entscheidung für Australien fiel nicht am Reißbrett, sondern unterwegs: „Ich habe in Indonesien so viele Australier kennengelernt. Viele meinten: Wenn du Ergotherapeutin bist, komm zu uns, es gibt gute Visa-Optionen.“

Ihre Mutter fand Visapath, im September 2022 gab es die Erstberatung, und Ende 2023 startete Cora das Skills Assessment.

Vom Skills Assessment zum Visum

Der formale Weg verlief geradlinig: Skills Assessment ab Dezember 2023, positives Ergebnis im Februar 2024. Anschließend reichte Cora Expressions of Interest für ein Skilled Independent Visa (Subclass 189) und ein Skilled Nominated Visa (Subclass 190) ein. Im Mai 2024 kam die State Nomination für das 190 Visum, im Juni stellte sie den Visumantrag. Am 2. Oktober 2024, rund neun Monate nach Beginn des Skills Assessments, wurde das Visum erteilt. Drei Wochen später setzte sie als Permanent Resident den Fuß auf australischen Boden.

Der Start in Australien

Die ersten drei Monate verbrachte Cora damit, die Ostküste zu erkunden und Orte zu finden, an denen sie sich ein Leben vorstellen konnte. Heute lebt und arbeitet sie an der Gold Coast, wo sie sich heimisch fühlt: „Ich stehe gerne auch mal um fünf auf, gehe an den Strand, spaziere oder surfe und arbeite danach. Diesen Lifestyle möchte ich nicht mehr missen.“

Auf einen BlIck

Zeitschiene

2023 → 2024

Ort

Gold Coast, Queensland, Australia

Status

Permanent Resident mit Skilled Visa

Jobsuche und neue Erfahrungen im Beruf

Beruflich war es ein Neustart mit Anlauf. Die vorläufige Berufsausübungserlaubnis als Occupational Therapist ließ auf sich warten, obwohl alle Voraussetzungen erfüllt waren. „Insgesamt vier bis fünf Monate“, erinnert sie sich. Seit Juli arbeitet Cora Teilzeit unter Supervision. Ihr Arbeitgeber baut an der Gold Coast einen neuen Standort auf, an dem Cora von Anfang an mitwirkt. „Jetzt kommen Schritt für Schritt mehr Anfragen rein und damit mehr Therapie. Es fühlt sich an, als ob alles zusammenwächst.“

Fachlich ist Australien für sie ein Systemwechsel. Unter dem National Disability Insurance Scheme (NDIS) führt sie Assessments durch, plant Home Modifications und erstellt Behandlungsempfehlungen, die in die Finanzierungsentscheidungen für individuelle Unterstützungspläne einfließen. „In Österreich habe ich das so nicht erlebt. Hier arbeite ich eng mit Ärzten und anderen Therapeuten zusammen, sehr interdisziplinär. Das ist Neuland für mich, ich lerne jeden Tag extrem viel.“

Der Weg zum ersten Job dauerte länger als erwartet. Nicht, weil es keine Stellen gab, sondern weil Supervision für Arbeitgeber zusätzlichen Aufwand bedeutet vor dem gerade kleiner Praxen zurückschreckten. „Ich hatte mir gedacht: erst reisen, dann gemütlich Bewerbungen schreiben. Nach zwei Monaten ohne Antworten war ich schon etwas verzweifelt.“ Sichtbarkeit half: Cora nutzte australische Occupational-Therapy-Gruppen auf Facebook, stellte sich dort vor und bekam Rückmeldungen. „Das kann ich echt empfehlen.“

Tipps für den Englischtest

Auch beim Englischtest hat sie einen klaren Tipp: den IELTS-Test. „Andere Testformate haben mich gestresst. Der IELTS war für mich viel besser. Eine realistischere Prüfungssituation. Ich rede einfach Englisch, aber Grammatik und Textproduktion liegen mir weniger.“ Ihr Rat: frühzeitig vorbereiten, besonders wenn der Test für das Skills Assessment erforderlich ist.

Work-Life-Balance in Australien

Warum Australien? Cora vergleicht nüchtern: Bali mochte sie für die Leichtigkeit, erlebte aber auch Unorganisation und wechselnde, teils unklare Regeln. Europa steht für Verlässlichkeit und Struktur, ist aber sehr arbeitszentriert mit einer 40-Stunden-Wochen als Standard. Australien ist für sie die perfekte Mischung: „Ein geregeltes System und gleichzeitig ein Lebensstil, der Raum lässt, morgens ans Meer zu gehen und danach zu arbeiten.“

Soziales Ankommen gelang schneller als gedacht. Kontakte aus Indonesien führten zur ersten WG; aus Mitbewohnern wurde ein Freundeskreis. „Die Leute sind offen, vieles passiert unkompliziert“, sagt sie. Das erleichtert, was sie unter Zuhause versteht: sich wohlfühlen. „Ich fühle mich extrem wohl in Australien und glaube, das wird ein längerer Standort für mich.“

Der Blick nach vorn

Nach vorn blickt Cora pragmatisch. Die Supervision, also das Arbeiten unter Anleitung durch einen australischen Ergotherapeuten, läuft. Spätestens bis Juni 2026 hofft sie, die Voraussetzungen für die uneingeschränkte Berufsausübungsberechtigung als Occupational Therapist zu erfüllen; vielleicht sogar früher, wenn alles passt. Mittelfristig denkt sie an Selbstständigkeit und an ein Lebensmodell, das sie „8-2-2“ nennt: acht Monate Australien, zwei Monate Österreich, zwei Monate Reisen. „Daran arbeite ich gerade.“

Was bleibt, ist das Bewusstsein, dass ihr Visumstatus nicht selbstverständlich ist. „Ich habe Freunde, die seit zehn Jahren hier leben und noch immer keine Permanent Residency haben“, sagt Cora. „Ich sage jedem: Ich hätte es nicht ohne Visapath machen wollen.“ Die Zusammenarbeit beschreibt sie einfach: „Jürgen, mein Berater, hat mir gesagt, welche Dokumente er braucht; ich habe sie geschickt. Kein Papierkram für mich. Mega. Ich mag Papierkram nicht, und Visapath hat mir die Arbeit abgenommen.“

Interview mit Cora

Was vermisst du an Europa?

„Meine Familie auf jeden Fall – Familie und Freunde. Aber nach fünf Jahren irgendwo auf der Welt haben wir da schon ein kleines System entwickelt. Meine Eltern und meine Oma kommen jetzt nach Australien, und wir machen einen Roadtrip von Sydney an die Gold Coast. Und natürlich das Essen, vor allem, wenn die Familie für dich kocht.“

Wie hast du die Zusammenarbeit mit Visapath erlebt?

„Es war einfach easy. Ich bin mega dankbar, dass ich euch gefunden habe. Alles war superklar, professionell und trotzdem persönlich. Ich sag jedem: Ich würde es nie ohne euch machen.“

Was schätzt du besonders an Australien?

„Einfach die Work-Life-Balance und dass sich so ziemlich alles ums Surfen dreht, zumindest hier an der Gold Coast.“

Was unterscheidet deine Arbeit hier am stärksten von früher?

„Ich finde, dass die Ergos hier ganz anders arbeiten, mit viel mehr Verantwortung und interdisziplinärer. Für mich ist das eine komplett neue Arbeit. Ich erstelle jetzt viele Assessments, schreibe Berichte, schlage zum Beispiel Home Modifications vor. Und die Ergotherapeuten geben Vorschläge ans NDIS, was für den Klienten gut wäre; ob Physio, Psychologie oder Gruppenprogramme. Das war für mich komplettes Neuland, aber ich kann extrem viel lernen. Auch die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Berufsgruppen ist viel offener und kooperativer.“

Welches Australien-Klischee hat sich für dich als völlig falsch herausgestellt?

„Definitiv das mit den ganzen gefährlichen Tieren. Ich habe zwar eine kleine Spinnenphobie und hätte das echt nicht gebraucht, aber in einem Jahr ist mir zum Glück noch keine Huntsman begegnet. Inzwischen sehe ich das ganz anders. Ich finde es total schön, wie bewusst die Australier mit ihrer Natur umgehen. Bei uns in Europa ist vieles an Wildleben schon verloren gegangen. Hier ist das Gegenteil der Fall. Ich gehe surfen und schwimmen mit Delfinen, sehe Wale vorbeiziehen. Es ist also überhaupt nicht so schlimm, wie es sich viele vorstellen.“

CORAS VISA PATH

Skilled Nominated Visa

(subclass 190)

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