Chris & Katharina – Vom Landmaschinen-mechaniker in Bayern zur PR mit Sponsorship

Visapath client story · Bayern → Victoria

Ein Gedanke, der bleiben wollte

Als Chris und Katharina mit ihren drei Kindern in Günzburg lebten, war ihr Alltag gut organisiert: Arbeit, Schule, Kindergarten, Routinen. Und trotzdem war da über längere Zeit ein Gedanke, der immer wieder auftauchte – Australien.

Es war keine spontane Idee und auch kein Fluchtgedanke. Vielmehr stellten sie sich die Frage, wie ihr Leben aussehen könnte, wenn sie als Familie einen neuen Weg einschlagen würden. Nicht aus Unzufriedenheit, sondern aus dem Wunsch heraus, Möglichkeiten zu prüfen, solange sie realistisch waren.

Mit drei Kindern ist so eine Überlegung kein Gedankenspiel. Sie braucht Struktur, Sicherheit und vor allem eine  Perspektive, die langfristig trägt. Genau deshalb entschieden sich Chris und Katharina früh dafür, sich professionell beraten zu lassen.

Im Februar 2022 fand die Erstberatung mit Visapath statt. Ziel war es, herauszufinden, ob Australien für sie als Familie machbar wäre – und wenn ja, auf welchem Weg.

Vom Job in Bayern zur Perspektive in Victoria

Chris arbeitete seit seiner Ausbildung zum Landmaschinenmechaniker als Servicetechniker bei einem Agrartechnikunternehmen in Deutschland. Für ihn war früh klar: Ein Umzug nach Australien ergibt nur dann Sinn, wenn er auch eine klare berufliche Perspektive bietet.

Noch aus Deutschland heraus begann er, sich gezielt nach australischen Unternehmen in seiner Branche umzusehen und aktiv Kontakt aufzunehmen. Er führte erste Gespräche, knüpfte Kontakte in der Agrartechnikbranche – zunächst unverbindlich, bis es dann auf einmal ganz schnell ging:

„Ich glaube, dass es keine zwei Wochen dauert, da kontaktiert mich mein jetziger Arbeitgeber. Ja, Chris, wir haben gehört, du würdest dir überlegen, nach Australien zu kommen.“

Aus ersten Gesprächen wurde bald etwas Konkretes.

„Die waren dann die ersten, die wirklich ein konkretes Angebot gemacht haben und auch einen Arbeitsvertrag durchgeschickt haben.“

In den weiteren Gesprächen ging es nicht nur um die Position selbst, sondern auch um die langfristige Perspektive. Zunächst stand für den Arbeitgeber ein befristetes Arbeitsvisum im Raum. Für Chris war jedoch klar, dass er für seine persönliche Situation und den Umzug mit Familie von Anfang an möglichst langfristig planen wollte.

Auf Basis seiner Qualifikation und seiner Berufserfahrung – und weil diese sehr gut zum konkreten Bedarf des Unternehmens passten – entwickelte sich der Austausch weiter.
Schließlich erklärte sich der Arbeitgeber bereit, ihn direkt über das Employer Nomination Scheme auf eine australische Permanent Residency zu sponsern. Damit war die Grundlage für einen Neustart in Australien geschaffen – beruflich wie privat.

Der Weg nimmt Form an

Mit einem festen Arbeitgeber, einer klaren Position und einer langfristigen Perspektive nahm der Weg nun klare Formen an.

Mit der Unterstützung von Visapath startet Chris im April 2022 sein Skills Assessment als Fitter. Bereits im Mai lag das positive Ergebnis vor.

Mit dem erfolgreichen Skills Assessment in der Tasche stand für Chris der nächste Schritt an: der Englischtest. Er bereitete sich gezielt darauf vor.

„Das ist halt ein Teil vom Prozess. Da muss man sich vorbereiten und konzentriert rangehen – dann ist das auch machbar.“

Parallel dazu liefen die formalen Vorbereitungen für den Visumantrag. Im Juni 2022 begann sein Arbeitgeber mit den nächsten Schritten im Rahmen des Employer Nomination Scheme (Subclass 186, Direct Entry).

Was folgte, war vor allem eines: Geduld. Organisatorisch war alles vorbereitet, dennoch lag vieles außerhalb ihres Einflusses. Das Warten wurde zur größten Herausforderung dieser Phase.

Im November 2022 kam schließlich die Nachricht: Das Visum wurde genehmigt – es konnte losgehen.

„Da ist so viel abgefallen“, sagt Chris rückblickend.

Auf einen Blick

Zeitschiene

2022 → 2023

Ort

Yarragon, Victoria, Australia

Status

Permanent Residents mit Employer Nomination Scheme Visa

Ein Umzug mit drei Kindern

Im Februar 2023 zog die Familie von Günzburg in Bayern nach Gippsland im australischen Bundesstaat Victoria. Ein Schritt, der gut geplant war – und trotzdem fordernd.

Mit drei Kindern bedeutete der Umzug weit mehr als einen Ortswechsel. Schule, Alltag und soziale Kontakte mussten neu aufgebaut werden. Vieles funktionierte anders als in Deutschland, manches brauchte Zeit. 

Gleichzeitig zeigte sich, wie anpassungsfähig Kinder sein können. Sie fanden vergleichsweise schnell ihren Platz, insbesondere im schulischen Umfeld. Auch das Leben im ländlichen Australien brachte neue Freiheiten mit sich.

Der jüngste Sohn, damals gerade zwei Jahre alt, lebte sich schnell ein und wächst mit Englisch als Alltagssprache auf. Die beiden älteren Kinder waren zu diesem Zeitpunkt sieben und neun Jahre alt und starteten kurz nach ihrer Ankunft mit der Schule. 

Rückblickend war das für die Familie eine der größten Sorgen – und zugleich eine der größten Erleichterungen. 

„Wir hatten schon Respekt davor, wie das schulisch laufen würde“, sagt Katharina. „Aber es hat erstaunlich gut funktioniert.“ 

Die ersten offiziellen Leistungstests bestätigten, dass die Kinder nicht nur mitkamen, sondern innerhalb kurzer Zeit gut im neuen System zurechtkamen. Beide schnitten sehr gut ab, die Tochter konnte nach einiger Zeit sogar eine Klassenstufe überspringen. Für Chris und Katharina war das vor allem eines: eine große Erleichterung. 

Für die Kinder wurde Australien so schnell greifbar – mit Platz, Natur und einem Alltag, der sich anders anfühlt als zuvor, aber zur neuen Realität wird.

Leben und Arbeiten auf dem Land in Australien

Chris begann seine Arbeit kurz nach der Ankunft. In den ersten Monaten war vor allem die Sprache eine Herausforderung. Der direkte Kundenkontakt erforderte Konzentration – zum einen wegen der Fachsprache, zum andern wegen des australischen Akzents.

„Am Anfang war es schon schwierig, die Kunden zu verstehen“, erinnert er sich. Mit der Zeit legte sich das. Heute beschreibt er das Verhältnis zu seinen Kunden als sehr positiv und persönlich. „Das passt einfach gut“, fasst er es zusammen.

Auch das Arbeitstempo empfand er zunächst als Umstellung. Es ist spürbar entspannter als in Deutschland.

„Ich bin teilweise um halb fünf nachmittags zu Hause und denke mir: Und jetzt?“, erzählt er lachend. Die Tage fühlen sich weniger durchgetaktet an, mit mehr Raum zwischen Arbeit und Abend. 

Statt diese Zeit ungenutzt zu lassen, begann Chris, sich neben seinem Job Schritt für Schritt etwas Eigenes aufzubauen. Ein Traktor und erste Maschinen kamen dazu. Die Familie zog in ein Haus mit etwas angrenzendem Weideland und begann, Tiere zu halten – Hühner und Wagyu-Rinder gehören mittlerweile zum Alltag. 

„Ich habe Zeit, ich habe Platz“, sagt Chris. Es ist kein großes Projekt, sondern etwas, das langsam wächst und gut zum Leben auf dem Land in Australien passt.

Einen großen Unterschied erlebt Chris im Umgang miteinander. Das Arbeitsumfeld empfindet er als deutlich wertschätzender. Besonders schätzt er, dass Einsatz und Motivation wahrgenommen werden. Dieses Gefühl zeigte sich auch ganz konkret: Bereits nach einigen Monaten erhielt er eine deutliche Gehaltserhöhung.„Das kam nicht auf Nachfrage, sondern einfach so“, sagt Chris. Für ihn war das ein klares Signal, dass sein Einsatz gesehen und geschätzt wird.

Katharina erlebt den Alltag im ländlichen Australien insgesamt als ruhiger, aber auch weniger vorgegeben. Vieles entsteht nicht automatisch. Kontakte, Routinen und Strukturen müssen aktiv aufgebaut werden – im Beruf wie im Privatleben. Gerade nach so vielen Jahren in Deutschland an ein- und demselben Ort war das zunächst ungewohnt. 

Familie über Generationen hinweg

Für die Familie hat sich der Alltag inzwischen eingespielt. Schritt für Schritt entwickelte sich daraus ein Leben, das trägt – für alle Familienmitglieder. Vor allem die Kinder fühlen sich mittlerweile zu Hause. Für Chris und Katharina selbst ist es eher ein langsames Sesshaftwerden.

Die Entscheidung für Australien hat auch andere zum Nachdenken gebracht: Mittlerweile arbeiten Chris’ Eltern daran, über ein Parent Visa ebenfalls ihre eigene Aufenthaltserlaubnis in Australien zu erhalten.

Kein leichter Weg – aber der richtige

Mit Unterstützung durch den Prozess

Chris und Katharina sprechen offen darüber, dass der Weg nach Australien anspruchsvoll war. Organisation, Verantwortung und Umstellung gehörten dazu – gerade mit drei Kindern.

Vieles musste mühsam selbst herausgefunden werden: Behördengänge, Alltagsfragen, neue Abläufe. Gleichzeitig sind sich beide einig, dass sie diese Entscheidung wieder treffen würden. 

Nicht, weil alles perfekt ist, sondern weil sich ihr Leben heute stimmig anfühlt.

Für sie bringt das Leben in Australien mehr Freiheit mit sich – und das Gefühl, ihren Kindern etwas  mitzugeben, das über Schule und Noten hinausgeht.

Die Begleitung durch Visapath empfanden beide als wichtigen Stabilitätsfaktor. Gerade als Familie war es entscheidend, Klarheit über Abläufe, Zeitrahmen und realistische Erwartungen zu haben. Auch in den Jobverhandlungen mit dem Arbeitgeber half es, die Möglichkeiten und Anforderungen einzelner Visaklassen selber genau zu kennen und einordnen zu können.

Die professionelle Struktur nahm Druck aus dem Prozess und ermöglichte es ihnen, sich auf den Umzug, die Kinder und den Aufbau eines neuen Alltags zu konzentrieren.

Ein Blick nach vorn

Heute leben Chris und Katharina mit ihren drei Kindern fest in Australien. Der Alltag ist angekommen, vieles ist selbstverständlich geworden. Gleichzeitig bleiben sie offen für das, was die Zukunft bringt – auch für die Frage, ob sie irgendwann in eine andere Region Australiens ziehen.

Australien ist für sie kein Abenteuer mehr – sie haben sich eingelebt.

„Der Weg war nicht leicht“, sagt Chris. „Aber er hat uns genau dorthin geführt, wo wir jetzt stehen.“

Interview Mit Chris und Katharina

Was hat euch im Visumprozess am meisten gefordert?

Chris: „Das Warten. Man hat irgendwann alles eingereicht und weiß, dass man nichts mehr tun kann. Das ist mental schon herausfordernd, gerade mit Familie, weil so viel davon abhängt.“

Was hat euch die dauerhafte Aufenthaltserlaubnis persönlich bedeutet?

Katharina: „Vor allem Sicherheit. Zu wissen, dass wir bleiben dürfen und nicht ständig überlegen müssen, wie es visumstechnisch weitergeht. Das hat ganz viel Druck rausgenommen – gerade mit Kindern. Jetzt haben wir Freiheit, Perspektive und das Gefühl, dass es für uns als Familie passt. Und deshalb würden wir diese Entscheidung auch heute wieder treffen.“

Was vermisst ihr an Deutschland?

Chris: „Ganz ehrlich: das Essen. Vor allem gutes Brot und die klassischen Sachen vom Metzger. Leberkäse, Aufschnitt zum Beispiel – das fehlt schon. Das sind keine großen Dinge, aber es sind die vertrauten Alltagsmomente, die man erst vermisst, wenn sie weg sind.“

Chris, was schätzt du besonders am Arbeiten in Australien?

Chris: „Ich habe hier viel stärker das Gefühl, dass sich Einsatz lohnt. Wenn man fleißig ist und bereit ist, sich reinzuhängen, kann man wirklich etwas erreichen. Das ist finde ich einen Unterschied zu Deutschland. Hier wird weniger darauf geschaut, wie lange man schon dabei ist oder auf Formalien. Entscheidend ist, was man kann und wie man arbeitet.“

Wie haben eure Kinder den Neustart in Australien erlebt?

Katharina: „Für die Kinder war der Neustart erstaunlich unkompliziert. Sie haben schnell ihren Platz gefunden.“

Chris: „Hier gibt es einfach viel mehr Raum. Für unseren Ältesten haben wir letztens ein gebrauchtes Quad Bike gekauft. Mit dem kann er draußen einfach drauf losfahren. Der Platz ist schließlich da. Für die Kinder fühlt sich Australien sehr frei an.“

Was war für euch als Familie die größte Umstellung nach dem Umzug?

Katharina: „Ganz klar der organisatorische und emotionale Neustart. In Deutschland war alles eingespielt – Schule, Alltag, soziale Kontakte. Hier musste man vieles neu lernen und sich neu aufstellen. Gerade mit drei Kindern ist das schon intensiv. Gleichzeitig haben wir gemerkt, dass man als Familie enger zusammenrückt und gemeinsam Lösungen findet. Das hat uns auch gestärkt.“

Katharina's und Chris's VISA PATH 

Schritt 2

Employer Nomination Scheme

(subclass 186)

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