Leonie –
Von der Sprachschülerin
zur Australierin

Visapath client story · Baden-Württemberg → Victoria

Als Leonie 2019 nach einem Urlaub in Australien den Entschluss fasste, Deutschland zu verlassen, stand für sie ein Neuanfang im Mittelpunkt. Nach mehreren Jahren im Beruf als Erzieherin wollte sie etwas Neues wagen. Sie möchte raus aus dem Alltag, hinein in ein anderes Leben. „Ich wollte einfach eine Veränderung, egal in welche Richtung.“ Australien hatte sie schon früher fasziniert, doch diesmal wurde aus dem Traum eine Entscheidung. Kurz nach ihrem Urlaub nimmt sie Kontakt zu Visapath auf und informiert sich über ihre Optionen. 

Mit einem Student Visa in der Tasche begann sie in Melbourne einen Englischkurs, später ein Diploma in Community Services. Ihr Ziel: sich Schritt für Schritt eine neue Zukunft aufzubauen, mit Mut und Pragmatismus. „Ich habe einfach alles auf eine Karte gesetzt“, erzählt sie heute.

Liebe inmitten von Lockdowns

Die Liebe war der Katalysator: Schon während einer früheren Australienreise hatte sie Trent kennengelernt.

Als sie nach Melbourne zurückkehrte, wurde aus der Urlaubbekanntschaft eine Wochenendbeziehung, bis Corona kam. „Dann hat er gesagt: Komm, wohn bei mir, ist günstiger.“

Aus einem Versuch wurde Ernst: gemeinsamer Alltag in einer Extremsituation. Während andere Paare sich trennten, rückten die beiden zusammen. „Entweder es passt oder nicht. Bei uns hat es gepasst.“

Mit Unterstützung von Visapath beantragten sie Ende 2021 das Partner Visa. Ein halbes Jahr später kam die Bewilligung des vorläufigen Aufenthalts, der erste offizielle Schritt in Richtung gemeinsamer Zukunft in Australien. Zwei Jahre darauf folgte die dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung und heute ist Leonie auf dem Weg, australische Staatsbürgerin zu werden.

Ein neues Zuhause in Mansfield

Heute lebt Leonie mit Trent im kleinen Ort Mansfield, in Victorias High Country. Es ist ein Ort, der Entschleunigung verspricht und hält. Leonie arbeitet in einem lokalen Restaurant und hat sich nebenbei ein Herzensprojekt aufgebaut: die Selbstständigkeit. Sie backt deutsche Brezeln und Brötchen und verkauft sie auf dem lokalen Bauernmarkt.

„Am Anfang habe ich das Brot aus Deutschland so vermisst, dass ich selbst angefangen habe zu backen. Dann haben meine Freunde gesagt: ‚Mach das doch weiter, wir wollen deine Brezeln kaufen!‘“ 

Inzwischen steht sie jeden zweiten Freitag bis spät in die Nacht in der Backstube und verkauft samstags auf dem Farmers Market.

Was als Heimweh-Projekt begann, ist heute ein Symbol ihrer Integration: Die Australier lieben ihre Backwaren, viele kommen regelmäßig vorbei. „Ich verdiene nicht viel damit, aber es macht mich glücklich. Und ich rede mit so vielen Leuten. Das ist das Schönste daran.“

Ein Leben mit weniger Druck

In Australien, sagt Leonie, hat sie gelernt, loszulassen und Erwartungen, Rollenbilder, das Bedürfnis, alles perfekt zu machen. „Hier interessiert es keinen, was du anhast, wenn du in den Supermarkt gehst. In Deutschland hatte ich immer das Gefühl, ich müsse allen etwas beweisen. Hier darf ich einfach ich sein.“

Diese neue Gelassenheit prägt ihr Leben bis heute. Die ersten Monate waren geprägt von Umstellung und vielen kleinen Neuanfängen: neuer Alltag, neue Sprache, neue Wege. Doch mit der Zeit wurde aus Unsicherheit Routine, aus Routine ein Zuhause. 

Australien bedeutet für sie heute weniger Druck, mehr Zufriedenheit und das Gefühl, angekommen zu sein. „Ich bin glücklich und das ist am Ende das, was zählt.“

Auf einen BlIck

Zeitschiene

2019 → 2024

Ort

Mansfield, Victoria, Australia

Status

Permanent Resident mit Partner Visa

Vom Sprachkurs zur Selbstständigkeit

Rückblickend beschreibt Leonie ihre Ausbildung in Australien als besonders prägend. Der Englischkurs, sagt sie, habe ihr mehr gebracht als jeder Unterricht in Deutschland. „Ich benutze vieles davon heute noch, gerade wenn ich Briefe oder Anträge schreibe.“

Auch das Studium in Community Services öffnete neue Perspektiven. Zwar konnte sie ihr Diploma durch Covid und die damit verbundenen Schwierigkeiten nicht mehr zum Abschluss bringen, doch das soziale Arbeiten bleibt ihr Thema. „Wenn ich irgendwann wieder studiere, dann etwas im sozialen Bereich.“

Freundschaften, Familie und Heimweh

Leonie weiß, dass Auswandern mehr bedeutet als ein Visum. „Es dauert, bis man Freunde findet und sich wirklich daheim fühlt.“

Erst seit dem vergangenen Jahr empfindet sie Australien als ihr Zuhause. „Als ich nach einem Deutschlandbesuch wieder zurückflog, war das erste Mal der Gedanke da: Ich fliege nach Hause.

Ein Stück Sehnsucht bleibt, vor allem nach vertrauten Menschen und kleinen Alltagsdingen, die an früher erinnern. Ihre Eltern besuchen sie diesen Sommer zum ersten Mal seit Leonies Umzug nach Australien. Gemeinsam planen sie einen Roadtrip durch die Snowy Mountains bis zur Küste. Für Leonie ist das mehr als Urlaub, sondern ein Zeichen, dass ihre beiden Welten zusammenfinden.

Mit Unterstützung durchs Visa-Labyrinth

Die Zusammenarbeit mit Visapath hat Leonie sehr positiv erlebt. „Das Wichtigste für mich war, dass ich auf Deutsch fragen konnte, wenn ich unsicher war. Von Anfang an fühlte sie sich gut aufgehoben – fachlich wie menschlich. „Alles war klar strukturiert. Ich wusste immer, was der nächste Schritt ist. Und wenn ich Fragen hatte, kam sofort eine Antwort.“

Für Leonie war die Begleitung weit mehr als reine Unterstützung bei Formularen und Nachweisen. „Ich konnte mich auf mein Studium und meinen Alltag konzentrieren, weil ich wusste, dass alles läuft. Das hat unglaublich viel Druck genommen.“

Über die Jahre – vom Student Visa über das Partner Visa und schließlich die Citizenship – blieb die Betreuung konstant verlässlich. „Ihr wart immer erreichbar, auch über all die Jahre hinweg.“

Ein Blick nach vorn

Heute ist Leonie angekommen, und zwar räumlich, beruflich und innerlich. Mansfield ist ihr Zuhause, ihr Marktstand ihr kleines Stück Deutschland, ihre Community ihr neues Netzwerk. Der nächste Schritt ist die Citizenship-Zeremonie, irgendwann im kommenden Jahr.

Sie ist inzwischen fest im Ort verwurzelt: Mitglied im Line Dance Club, in Trents Familie integriert und umgeben von einem eigenen Freundeskreis. Die Liebe zu Melbourne ist geblieben: Immer wieder unternimmt sie Tagesausflüge in die Stadt, genießt den Flair, trinkt einen Kaffee und spaziert in St Kilda am Strand entlang. Auch der Kontakt zu engen Freunden aus dem Studium ist geblieben.

Vor Kurzem sind sie und Trent in ein größeres Haus gezogen. Sie haben hier Platz für Gäste, einen Garten und viele kleine Zukunftspläne. „Ich habe während Corona mit dem Gärtnern angefangen. Jetzt freue ich mich jedes Jahr aufs Pflanzen. Das gibt mir richtig Ruhe.“

Ihre Pläne für die nächste Zeit sind bodenständig und herzlich: weiter backen, den Garten ausbauen, Zeit mit Trent und Freunden genießen und das Leben einfach wachsen lassen.

„Ich hätte es mir einfacher vorgestellt“, sagt sie. „Aber ich würde es wieder tun. Heute bin ich angekommen – und das war’s wert.“

Interview mit leonie

Welchen Tipp würdest du jemandem geben, der mit dem Gedanken spielt, nach Australien auszuwandern?

„Auf jeden Fall informieren, ob der Beruf anerkannt ist. Und sich darauf einstellen, dass es am Anfang nicht leicht wird, was zu finden. Geld ist wichtig, leider. Und überlegen, ob man sich selbstständig machen will. Das geht hier relativ einfach.“

Wie war die Zusammenarbeit mit Visapath?

„Für mich war von Anfang an ein Bonus, dass ich mit euch auf Deutsch reden konnte. Und Trent konnte auf Englisch mit euch sprechen. Das war für uns beide super. Es hat immer alles gut funktioniert. Trent sagt auch: Ohne euch hätten wir das nicht geschafft. Er hat gesagt: Dann lassen wir jemanden den Papierkram machen, der weiß, was er tut.“

Wie ist die Entscheidung gefallen, nach Australien zu gehen?

„Ich hatte zu Hause ja alles: Job, Wohnung, Sicherheit. Aber irgendwas hat gefehlt. Ich wollte einfach eine Veränderung. Australien hatte mich schon früher fasziniert, und dann hab ich mir gesagt: Jetzt oder nie.“

Was liebst du an der Lebensart in Australien?

„Einfach die Lockerheit hier. Dass man sich nicht ständig Gedanken macht, was andere über einen denken. Nicht so wie zu Hause, wo man sich komplett nach den anderen ausrichtet.

Hier wird man einfach so angenommen, wie man ist. Bist du nett zu mir, bin ich nett zu dir. Das zählt.“

Was vermisst du an Europa?

„Eigentlich das Essen. Das meiste kann ich ja nachkochen. Beim Trinken fällt es mir manchmal schwerer. Apfelschorle oder Weinschorle, das gibt’s hier einfach nicht. Trent hat mal bei der Arbeit am Mount Buller einen Almdudler gefunden und mit heimgebracht – das war die Sensation.“

Was war für dich die größte Herausforderung?

„Weil ich zu Hause ja alles hatte. Ich hatte einen Job, ich hatte immer genug Geld, ich hatte alles. Und hier dann einfach quasi bei null anzufangen, das war schon eine Umstellung. Aber ich muss sagen, im Endeffekt bin ich jetzt glücklicher. Zu Hause hatte ich alles, aber ich war nicht glücklich.“

LEONIES VISA PATH

Schritt 1

Student Visa

(subclass 500)

Schritt 2

Partner Visa

(subclass 820 & 801)

Bereit, Ihr eigenes Kapitel zu beginnen?

Von den ersten Fragen bis zur Visumserteilung – wir begleiten Sie auf jedem Schritt Ihres Weges nach Australien.