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Das australische Skilled Migration Programm ist im Umbruch

sydney
Im November 2019 stehen wesentliche Änderungen beim australischen Visaprogramm an. Zum einen werden neue regionale Visa eingeführt und zum anderen gibt es Änderungen beim Punktetest für die Skilled Migration Visa

Die sich seit einiger Zeit abzeichnenden Änderungen beim australischen Skilled Migration Programm werden konkreter. Die australische Regierung hat eine Reihe von Änderungen beschlossen, die im November 2019 in Kraft treten werden.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  • Die Kontingente der jährlich zu vergebenden Visa werden zu Gunsten der regionalen Visa verschoben um eine Ansiedlung außerhalb der großen Ballungsräume attraktiver zu machen.
  • Es werden zwei neue regionale Visaklassen eingeführt: Das Skilled Work Regional (Provisional) Visa (Subclass 491), sowie das Skilled Employer Sponsored Regional (Provisional) Visa (Subclass 494). Die bisherigen Visaklassen 489 und 187 werden geschlossen.  
  • Es werden Änderungen am Punktetest für die Skilled Migration vorgenommen. Zukünftig gibt es mehr Punkte für Antragsteller, deren Partner bestimmte Qualifikationen haben, bestimmte Englischkenntnisse nachweisen können, die einen Partner haben, der bereits eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung für Australien hat oder australischer Staatsbürger ist oder die ohne Partner einen Visumsantrag stellen. Des Weiteren wird die zusätzliche Punktezahl für Antragsteller, die sich auf das neue 491 Visum bewerben angehoben.

Die neuen regionalen Visaklassen

Die beiden neuen Visaklassen, das Skilled Work Regional (Provisional) Visa (Subclass 491) sowie das Skilled Employer Sponsored Regional (Provisional) Visa (Subclass 494), ermöglichen eine Ansiedlung und die Aufnahme von Arbeit außerhalb der großen Ballungsräume. Konkret bedeutet dies, dass diese Visa für ganz Australien mit Ausnahme von Sydney, Melbourne, Perth, Brisbane und Gold Coast gelten werden. Diese Visaklassen sollen zukünftig auch in der Bearbeitung priorisiert und Bearbeitungszeiten bis zur Erteilung des Visums somit verkürzt werden. 

Wie bei allen Skilled Visa ist auch bei diesen Visa eine weitere Voraussetzung, dass man über einen Beruf verfügt, der auf den zu diesen Visaklassen gehörenden Bedarfslisten steht. Es wurde angekündigt, dass die entsprechenden Bedarfslisten für diese Visa umfangreicher sein werden als die bisherigen Bedarfslisten, also zusätzliche Berufe umfassen werden. Die Details hierzu stehen aber leider noch aus.

Wie bereits bei anderen Skilled Visa gilt auch für diese Visumsklasse eine Altersgrenze. Antragsteller müssen zum Zeitpunkt der Antragstellung unter 45 Jahren alt sein. 

Das Skilled Work Regional (Provisional) Visa (Subclass 491)

Das neue 491 Visum wird ein punktebasiertes Visum sein, das die Nominierung durch einen australischen Staat, ein australisches Territory oder einen in der jeweiligen Region lebenden Familienangehörigen erfordert. Ein konkretes Arbeitsplatzangebot wird für dieses Visum nicht notwendig sein. Das Visum räumt zunächst eine auf fünf Jahre befristete Aufenthaltserlaubnis ein, mit dem Recht nach drei Jahren ein dauerhaftes Visum zu beantragen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt wurden.

Skilled Employer Sponsored Regional (Provisional) Visa (Subclass 494)

Das 494 Visum ist ein arbeitgebergesponsertes Visum. Das bedeutet, dass ein konkretes Arbeitsplatzangebot von einem Arbeitgeber außerhalb der oben genannten Ballungsräume erforderlich sein wird. Auch dieses Visum räumt zunächst nur ein auf fünf Jahre befristetes Arbeits- und Aufenthaltsrecht ein, jedoch auch mit der Möglichkeit nach drei Jahren eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis zu beantragen.

Der Pfad zur dauerhaften Aufenthaltserlaubnis

Die beiden neuen regionalen Visa sind auf fünf Jahre befristet. Bereits nach drei Jahren können die Inhaber dieser Visa aber einen Antrag auf ein dauerhaftes Visum, das Permanent Residence (Skilled Regional) Visa (Subclass 191) stellen.  Die Erteilung dieses Visum wird an eine Reihe von Voraussetzungen geknüpft sein, insbesondere:

  • Der Antragsteller muss in mindestens drei von fünf Jahren, in denen er mit dem temporären Visum in Australien gelebt hat ein noch zu definierendes Mindesteinkommen gehabt haben.
  • Er muss sich an die Visumsauflage ausschließlich außerhalb der Ballungsräume zu leben und zu arbeiten gehalten haben.

Mit Erhalt der dauerhaften Aufenthaltserlaubnis werden die Inhaber dieses Visums in der Lage sein, sich in ganz Australien niederzulassen, auch in den großen Städten. 

Änderungen am Punktetest für die Skilled Migration

Ebenfalls ab November 2019 treten Änderungen beim Punktetest für die Skilled Migration in Kraft. Dies betrifft nicht nur das neue 491 Visum, sondern auch die bestehenden punktebasierten Visaklassen der Skilled Migration Visa. Der Punktetest für die Business- und Investorenvisa wird von diesen Änderungen nicht betroffen sein. Im Ergebnis werden einige Antragsteller zukünftig in der Lage sein, mehr Punkte im Punktetest geltend zu machen. 

Die Änderungen im Überblick 

  • 15 Punkte für eine Nominierung durch einen australischen Staat, ein Territory oder einen Familienangehörigen für das neue 491 Visum (bisher 10 Punkte für das 489 Visum)
  • 10 Punkte für einen Partner mit einem Beruf auf der Bedarfsliste (bisher 5 Punkte)
  • 10 Punkte für eine STEM-Qualifikation (Science, Technology, Engineering, Mathematics) 
  • 5 Punkte für einen Partner mit nachgewiesenen Englischkenntnissen auf dem Niveau ‘competent English’
  • 10 Punkte für Antragsteller ohne Partner oder mit einem Partner, der bereits australischer Permanent Resident oder Staatsbürger ist. 

Was bedeuten diese Änderungen für potentielle Antragsteller

Wer sich für ein australisches Skilled Visa interessiert, sollte in Zukunft noch stärker regionale Visa, insbesondere das neue 491 Visum, als Option in Betracht ziehen. Auch alle, die bisher nicht ausreichend Punkte im Punktetest für ein Skilled Visa nachweisen können sollten in Hinblick auf die anstehenden Änderungen die eigene Situation nochmals prüfen, ob sie nicht unter den neuen Regeln zusätzliche Punkte geltend machen können.

Auch Antragsteller, deren Partner bereits australischer Permanent Resident oder Staatsbürger ist, sind ebenfalls Gewinner im neuen Punktetest. Wer in dieser Situation ist, sollte zukünftig verstärkt ein Skilled Visa als Alternative zu einem Partnervisum in Betracht ziehen, insbesondere auch im Hinblick auf die gerade in Kraft tretenden Änderungen beim Partnervisum, die voraussichtlich zu noch längeren Wartezeiten bis zu einer möglichen Erteilung eines Partnervisums führen werden. 

Für eine schnelle, erste Einschätzung zur eigenen Situation bietet Visapath Australia 30-minütige telefonische Beratungsgespräche zu Visafragen an, die unkompliziert über unsere Website beauftragt werden können.

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DAMA – Neue Visachancen für internationale Bewerber

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In Australien mit Pferden arbeiten

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Ein zweites Working Holiday Visum beantragen​

Grundsätzlich kann ein australisches Working Holiday Visum nur einmal im Leben beantragt werden und ist für max. 12 Monate gültig. Allerdings gibt es seit 2005 die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen ein zweites Working Holiday Visum zu erhalten und die Aufenthaltsdauer um ein weiteres Jahr zu verlängern oder zu einem späteren Zeitpunkt nochmals einzureisen (vorausgesetzt man hat die Altersgrenze noch nicht überschritten). Möglich ist dies dann, wenn man als Work & Traveller für mindestens 3 Monate im ländlichen Australien gearbeitet hat und dort bestimmte Arbeiten in der Landwirtschaft, Fischerei, im Bergbau oder auf dem Bau ausgeführt hat. Die insgesamt geleistete Arbeitszeit muss mindestens 88 Tagen entsprechen und dies mittels geeigneter Dokumente, wie z.B. Gehaltsabrechnungen oder Steuerunterlagen nachgewiesen werden.

Welche Tätigkeiten können berücksichtigt werden?

Unter zugelassene Arbeiten im Sinne dieses Visums fallen alle bezahlten Arbeiten aus der folgenden Auflistung.

Landwirtschaftliche Arbeiten

  • Ernte- und/oder Verpackungsarbeiten von Obst und Gemüse
  • Schneide- und Pflegearbeiten von Gehölzen und Weinreben (nur im gewerblichen Gartenbau, keine generellen Gartenarbeiten!)
  • Generelle Instandhaltungsarbeiten im landwirtschaftlichen Pflanzenbau
  • Anbau und Zucht von Pflanzen und Pilzen sowie den daraus gewonnenen Erzeugnissen
  • Direkte Verarbeitung von Pflanzenprodukten
  • Tierhaltung und Tierzucht zum Zweck des Verkaufs (nur im Bereich der landwirtschaftlichen oder gewerblichen Erzeugung, nicht im Bereich des Tourismus oder der privaten Tierhaltung!)
  • Verarbeitung von tierischen Erzeugnissen in der ersten Verarbeitungsstufe (inkl. Scherarbeiten, Metzgerei, Verpackung, Gerberei)
  • Verarbeitung von Milchprodukten

Fischerei und Perlenzucht

  • Arbeiten, die in direktem Zusammenhang mit der Entnahme oder dem Fang von Fischen oder anderen Meerestieren stehen
  • Arbeiten, die in direktem Zusammenhang mit der Entnahme oder dem Fang von Zuchtperlen oder Perlmutt stehen

Forst- und Baumfällarbeiten

  • Pflanz- oder Pflegearbeiten in Plantagen oder Forsten, die zum Fällen bestimmt sind
  • Baumfällarbeiten in Plantagen oder Forsten
  • Transport von Bäumen oder Baumbestandteilen, die in einer Plantage oder einem Forst geschlagen wurden, zu Orten der weiteren Verarbeitung

Bergbau

  • Kohlebergbau
  • Öl- und Gasförderung
  • Metallerzbergbau
  • Baumaterialgewinnung
  • Abbau anderer nicht-metallischer Mineralien und Steinbrüche
  • Erkundungsarbeiten
  • Erbringung von Dienstleistungen für den Bergbau

Baugewerbe

  • Wohnungsbau
  • Wirtschafts- und Gewerbebau
  • Schwermaschinen- und Tiefbau
  • Bebauungsplanungs- und Standortvorbereitungsdienstleistungen
  • Dienstleistungen im Bereich der Haus- und Gebäudetechnik
  • Montage- und Installationsleistungen
  • Ausbauarbeiten
  • Sonstige Leistungen im Baugewerbe

Was gilt als ländliches Australien für ein zweites Working Holiday Visum?​

Folgende Bundesstaaten und Territorien gelten vollständig als ländliches Gebiet:

  • Northern Territory
  • South Australia
  • Tasmanien

In folgenden Bundesstaaten gelten die jeweils angegebenen Postleitzahlenbereiche als ländliche Gebiete​

New South Wales

  • 2311 - 2312
  • 2328 - 2411
  • 2420 - 2490
  • 2536 - 2551
  • 2575 - 2594
  • 2618 - 2739
  • 2787 - 2898

Queensland

  • 4124 - 4125
  • 4133
  • 4211
  • 4270 - 4272
  • 4275
  • 4280
  • 4285
  • 4287
  • 4307 - 4499
  • 4510
  • 4512
  • 4515 - 4519
  • 4522 - 4899

Victoria

  • 3139
  • 3211 - 3334
  • 3340 - 3424
  • 3430 - 3649
  • 3658 - 3749
  • 3753
  • 3756
  • 3758
  • 3762
  • 3764
  • 3778 - 3781
  • 3783
  • 3797
  • 3799
  • 3810 - 3909
  • 3921 - 3925
  • 3945 - 3974
  • 3979
  • 3981 - 3996

Western Australia

  • 6041 - 6044
  • 6055 - 6056
  • 6069
  • 6076
  • 6083 - 6084
  • 6111
  • 6121 - 6126
  • 6200 - 6799

Wie wird die Arbeitsdauer von 3 Monaten genau berechnet?

Um für ein zweites Working Holiday Visum berechtigt zu sein, muss man für mindestens für drei Monate in den oben genannten Regionen und Tätigkeiten gearbeitet haben. Angerechnet wird bezahlte Vollzeitarbeit zu branchenüblichen Verhältnissen. Wer nur Teilzeit gearbeitet hat, muss dies auf eine Vollzeitstelle umrechnen.

Dies muss nicht am Stück und auch nicht für ein und denselben Arbeitgeber gewesen sein, man kann hier mehrere Jobs zusammennehmen. Solange man in Summe auf mindestens 88 Kalendertage kommt, gilt dieses Kriterium als erfüllt.

Bei der Berechnung muss man genau darauf achten, wie der Arbeitsvertrag gestaltet ist und wie die branchenüblichen Regelungen sind. Denn unbezahlte Tage dürfen nicht in die Berechnung miteinbezogen werden. Werden also z.B. Feiertage, Krankheitstage oder Tage an denen man wegen schlechten Wetters nicht arbeiten konnte, nicht bezahlt, dürfen diese nicht angesetzt werden.

Im Zweifel empfiehlt es sich, lieber ein paar Tage mehr dran zu hängen um auf Nummer sicher zu gehen um nicht zu riskieren, dass der Visumsantrag abgelehnt wird.

Wie wird der Nachweis erbracht?​

Akzeptiert werden folgende Nachweise:

  • Verdienstbescheinigungen
  • Lohnzettel
  • Steuererklärungen
  • Arbeitgeberbestätigungen
  • Formblatt 1263 Working Holiday visa: Employment verification (Optional)
  • sowie andere Unterlagen die Name und Kontaktdaten des Arbeitgebers sowie den Zeitraum der Beschäftigung enthalten.

Die wichtigsten Voraussetzungen auf einen Blick:

  • Gültiger Reisepass
  • Ggf. Gesundheitsnachweis oder Nachweis einer Auslandskrankenversicherung (abhängig von Herkunftsland und Alter des Antragstellers)
  • Nachweis ausreichender finanzieller Mittel zur Finanzierung des Besuches (auf Verlangen)
  • Nachweis, dass es sich um einen zeitlich befristeten Aufenthalt/Besuch handelt
  • Keine offenen Schulden gegenüber der australischen Regierung
  • Keine Aufhebung eines australischen Visums in der Vergangenheit

Gültigkeit und wesentliche Auflagen:

  • Temporäres Visum für Aufenthalte bis zu 12 Monaten (je nach Reisezweck)
  • Für private und geschäftliche Aufenthalte in Australien
  • Besuch von Kursen und Fortbildungen unter 3 Monaten Dauer erlaubt
  • Keine Arbeitserlaubnis
  • Reisen zum Zweck geplanter medizinischer Behandlungen sind ausgeschlossen

Das Working Holiday Visum kann von Personen zwischen 18 und 30 Jahren beantragt werden (für irische und kanadische Staatsbürger ist dies bis 35 Jahre möglich), die die Staatsbürgerschaft eines der folgenden Working Holiday berechtigten Länder besitzen. Berechtigte Länder sind Deutschland, Belgien, Kanada, Dänemark, Finnland, Frankreich, Italien, Norwegen, Schweden, Niederlande, Irland, Großbritannien, Estland, Japan, Malta, Hong Kong, Zypern, Korea und Taiwan.

Dieses Visum ist ab Einreise 12 Monate gültig. Die Einreise muss innerhalb von 12 Monaten nach Erteilung des Visums erfolgen. 

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