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Visa für Gesundheitsberufe:

Sie möchten als Krankenschwester- oder Pfleger, Arzt, Therapeut oder anderer Angehöriger eines Gesundheitsberufes in Australien arbeiten? Mit einem dieser Berufe bieten sich eine Vielzahl von Visumsmöglichkeiten. Visapath unterstützt Sie dabei.

Mit einem Gesundheitsberuf nach Australien

Australien hat einen hohen Bedarf an qualifizierten Fachkräften aus Gesundheitsberufen. Ob Pflegekraft, Arzt, Hebamme, Physiotherapeut oder andere „Healthcare Professionals“, Down Under bietet ausgezeichnete Jobperspektiven, Verdienstmöglichkeiten und ein attraktives Arbeitsumfeld. Egal ob man dauerhaft nach Australien auswandern oder einfach nur für einige Zeit Berufserfahrung in Australien sammeln will, qualifizierte Fachkräfte haben sehr gute Aussichten auf ein entsprechendes Visum.

In verschiedenen internationalen Vergleichen verschiedener Gesundheitssysteme belegt das australische Gesundheitssystem regelmäßig Spitzenplätze und auch die Lebenserwartung der Australier gehört zu den höchsten der Welt. Dies unterstreicht die hohe Qualität und den hohen Standard der australischen Gesundheitsversorgung.

Australien hat einen hohen Bedarf an Fachkräften

Das Gesundheitswesen zählt zu den am stärksten wachsenden Sektoren des australischen Arbeitsmarktes, was sich nach den Prognosen der australischen Regierung auch in den kommenden Jahren fortsetzen wird. So wird prognostiziert, dass sich die Zahl der beschäftigten Krankenschwestern und Pfleger von rund 280.000 im Jahr 2017 auf rund 350.000 im Jahr 2022 erhöhen wird. Zählt man zu dieser Stellenmehrung die Zahl der in Ruhestand gehenden Pflegekräfte hinzu, werden in den kommenden fünf Jahren über 160.000 neue Pflegestellen zu besetzen sein. Eine Zahl, welche die zu erwartenden australischen Absolventen in diesem Beruf deutlich übersteigt.

Auch für die anderen Berufe werden ähnliche Wachstumsraten prognostiziert. Entsprechend ausgezeichnet sind die Aussichten für Nicht-Australier mit den gesuchten Qualifikationen.

Australische Berufszulassung und Skills Assessment in Gesundheitsberufen

Wer in Australien in einem Gesundheitsberuf tätig werden will, benötigt eine Zulassung der für den jeweiligen Beruf zuständigen Institutionen („Boards“), die gemeinsam mit der Australian Health Practitioner Agency den Registrierungsprozess für Ärzte, Apotheker, Krankenpfleger, Hebammen, Physiotherapeuten und andere Gesundheitsberufe verantworten. Dabei ist zu beachten, dass diese Berufszulassung teilweise unabhängig von dem Skills Assessment für Visumszwecke ist. Wer also mit seiner nicht-australischen Qualifikation nach Australien will um dort seinen Beruf auszuüben, muss gegebenenfalls zwei unabhängige Berufsanerkennungsverfahren durchlaufen.

Die Anforderungen an die Zulassung unterscheiden sich je nach Berufsgruppe und teilweise verschiedener Qualifikationsniveaus innerhalb der Berufsgruppen. Vor dem Hintergrund des hohen Bedarfs in diesen Berufen gibt es für die meisten Berufsbilder klar definierte „Pathways“, wie Angehörige des jeweiligen Berufs mit nicht-australischen Qualifikationen, eine Berufsausübungserlaubnis in Australien erwerben können.

Am komplexesten ist dabei das Zulassungsverfahren für Ärzte, zumal dieses unter Umständen auch die Teilnahme an einer theoretischen und praktischen Prüfung erfordert. Bei den meisten nicht-ärztlichen Berufsgruppen hingegen findet das Anerkennungsverfahren in der Regel auf Grundlage der vorgelegten Dokumente und Nachweise statt.

Wie oben bereits erwähnt, ist das visarechtliche Skills Assessment, welches Voraussetzung für ein Fachkräftevisum ist, teilweise unabhängig vom Zulassungsverfahren und wird für manche Berufe von anderen Institutionen als den jeweiligen Boards nach eigenen Kriterien durchgeführt. Unter Umständen gibt es jedoch wechselseitige Abhängigkeiten. Welche Berufsanerkennungsverfahren, für welchen Zweck in welcher Reihenfolge durchzuführen ist, ist daher immer eine Einzelfallentscheidung abhängig von Berufszugehörigkeit und vorhandener Qualifikation.

Australische Visumsoptionen für Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen

Das australische Einwanderungssystem orientiert sich stark am Bedarf des Arbeitsmarktes und wird regelmäßig an den Bedarf angepasst. Da Gesundheitsberufe zu den am stärksten wachsenden Beschäftigungssektoren mit vielen offenen Stellen zählen, finden sich entsprechend viele Gesundheitsberufe auf den entsprechenden Bedarfslisten, die den Zugang zu den diversen Visumklassen eröffnen. Für viele der gesuchten Berufe besteht sogar die Möglichkeit direkt eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis zu erhalten.

Abhängig davon, auf welcher Bedarfsliste sich der jeweilige Beruf findet, ergeben sich verschiedene Visamöglichkeiten, die sich vor allem nach der Gültigkeitsdauer (befristet, unbefristet) und der Voraussetzung, ein Arbeitsplatzangebot vorweisen zu müssen, unterscheiden. Der große Vorteil eines von einem konkreten Arbeitsplatz unabhängigen Visums ist, dass der Arbeitnehmer jederzeit seinen Arbeitgeber wechseln kann, ohne dass dies Einfluss auf seinen Visumsstatus hat.

Englische Sprachanforderung und Nachweis des englischen Sprachniveaus

Sowohl für das berufliche Zulassungsverfahren als auch für den Visumsantrag ist in der Regel ein Nachweis der englischen Sprachkenntnisse erforderlich. Dies erfolgt über einen der verschiedenen anerkannten Sprachtests.  Welche Sprachtests jedoch von den jeweiligen Organisationen anerkannt werden, kann sich unterscheiden, es sollte daher gut geplant werden, welchen Test man absolviert um sich mehrfache Tests zu ersparen. Der IELTS Academic Englischtest wird von allen Institutionen anerkannt. Für Gesundheitsberufe gibt es darüber hinaus auch den spezialisierten OET-Test, welcher auch für Visumszwecke zugelassen ist.

Als Krankenschwester oder Krankenpfleger in Australien arbeiten

In den Pflegeberufen wird in Australien zwischen verschiedenen Qualifikationsebenen und Spezialisierungen unterschieden. Die für ausländische Pflegekräfte wichtigsten Pflegeberufe sind die „Enrolled Nurse“ und die „Registered Nurse“. Die Voraussetzungen für die Zulassung als „registered Nurse“ ist eine der australischen Ausbildung vergleichbare Qualifikation, die in der Regel ein dreijähriges Bachelorstudium umfasst. Für ausländische Pflegekräfte führt der Weg zur Zulassung als „Registered Nurse“ oder als „Enrolled Nurse“ derzeit teilweise über einen Bridging Course, der die Lücken zum australischen Anforderungsprofil überbrücken soll. Bewerber mit einer deutschen 3-jährigen Pflegeausbildung können gegebenenfalls eine Zulassung als „Enrolled Nurse“ in Verbindung mit einem Bridgingkurs anstreben. Ob ein Bridgingkurs erforderlich ist oder nicht, wird durch das für die Zulassung verantwortliche „Nursing and Midwifery Board of Australia“ bei der Prüfung des Antrages auf Berufszulassung entschieden. Die Bewerber erhalten dann einen entsprechenden Bescheid, dass Sie eine Zulassung erhalten, wenn sie den erfolgreichen Abschluss eines – typischerweise dreimonatigen – Bridging Kurses nachweisen. Die Prüfung der Zulassungsvoraussetzungen ist immer eine Einzelfallprüfung, auf Grundlage der individuellen Qualifikationen des Antragstellers.

Neues Anerkennungsverfahren für ausländische Pflegekräfte ab 2019

Im Laufe des Jahres 2019 soll das Anerkennungsverfahren für ausländische Pflegekräfte grundlegend erneuert werden. In einem ersten Schritt werden die bisher neun Anerkennungskriterien auf drei Kriterien reduziert, wodurch das gesamte Verfahren vereinfacht und beschleunigt werden soll. Des Weiteren müssen ab 2020 Pflegekräfte, welche die australischen Ausbildungsanforderungen nicht vollständig erfüllen (weil sie beispielsweise keinen Bachelorabschluss haben), zukünftig keinen Bridging Course mehr absolvieren. Dies wird in den meisten Fällen auch deutsche Pflegekräfte mit einer 3-jährigen Ausbildung an einer Krankenpflegeschule betreffen. Anstelle des mehrmonatigen Bridging Course tritt nun ein sogenanntes „outcomes-based assessment“. Dies bedeutet konkret, dass die betroffenen Pflegekräfte einen aus zwei Teilen bestehenden Test absolvieren müssen. Der erste Teil ist ein theoretischer, computerbasierter Multiple-Choice Test und der zweite Teil ein praktischer Test. Dieser praktische Test wird in Form eines OSCE Tests (Objective Structured Clinical Examination) abgehalten, in dem Patientenkontakte in einer Art Rollenspiel simuliert werden. Ein weiterer Bestandteil der Neuregelungen wird sein, dass Pflegekräfte mit einer nicht in Australien erworbenen Qualifikation auch ein verpflichtendes Orientierungsprogramm durchlaufen müssen, welches sie mit dem australischen Gesundheitssystem vertraut machen soll.

Die beschriebenen Neuerungen werden schrittweise in 2019 umgesetzt. Detailregelungen sind derzeit noch nicht veröffentlicht. Vor diesem Hintergrund sollten alle, die sich im Moment für das Thema interessieren oder aktuell eine Berufsanerkennung in einem pflegerischen Beruf anstreben, die Entwicklung genau beobachten.

Skills Assessment und Visumsantrag

Mit der Berufszulassung in der Tasche kann man dann, jedoch bei einer anderen Institution, ein Skills Assessment für Visumszwecke durchlaufen, wenn dies für die angestrebte Visumsklasse erforderlich ist. Insbesondere für Pflegekräfte die sich als „Registered Nurse“ registrieren lassen, eröffnen sich eine ganze Reihe von Visumoptionen, einschließlich einer dauerhaften Aufenthaltserlaubnis. Aber auch für „Enrolled Nurses“ gibt es eine Reihe von Optionen.

Nurse Practitioner

Pflegekräfte, die neben Berufserfahrung auch einen Masterabschluss vorweisen können, haben die Möglichkeit sich auch als „Nurse Practitioner“ registrieren zu lassen. Diese hochqualifizierten Fachkräfte werden meist in Bereichen eingesetzt, wo besondere Kompetenzen erforderlich sind.

Registered Nurse

Für eine Zulassung als „Registered Nurse“ ist in der Regel ein dreijähriges Studium mit einem Bachelorabschluss in Nursing erforderlich. 

Enrolled Nurse

Die Zulassung als „Enrolled Nurse“ hingegen erfordert kein abgeschlossenes Studium, da die entsprechende australische Qualifikation auf eine eher praktisch orientierte, nicht-akademische Ausbildung abstellt.

Verdienstmöglichkeiten als Pflegekraft

Die Verdienstmöglichkeiten hängen wesentlich vom Qualifikationsniveau und der Berufserfahrung ab. Das jährliche Durchschnittseinkommen von australischen „Registered Nurses“ liegt derzeit bei rund $77.000 und das Durchschnittseinkommen einer „Enrolled Nurse“ bei rund $57.000, wobei berufserfahrene Fachkräfte mit Zusatzqualifikationen auch mehr verdienen können. In pflegerischen Führungspositionen werden meist deutlich über $100.000 Jahresgehalt gezahlt. Die durchschnittliche Arbeitszeit einer in Vollzeit beschäftigten „Enrolled Nurse“ liegt bei 34 Stunden/Woche.

Als Arzt in Australien arbeiten

Die berufsrechtlichen Zulassungsverfahren für Ärzte sind stark von den vorhandenen Qualifikationen abhängig. Die drei grundsätzlichen Zugangswege sind:

  • Competent Authority pathway
  • Standard pathway
  • Specialist pathway

Welcher dieser drei Zugangswege der richtige ist, muss in jedem Einzelfall entschieden werden. Wer sich auf Grund seiner Vorqualifikationen nicht für den „Competent Authority pathway“ oder den „Specialist pathway“ qualifiziert, kann den „Standard pathway“ einschlagen. Für diesen müssen jedoch auch zusätzliche theoretische und praktische Prüfungen durchlaufen werden. Daneben gibt es den „short term training in a medical specialty pathway” für Fachärzte oder Fachärzte in der Ausbildung, die für eine befristete Zeit in Australien für Trainingszwecke arbeiten möchten. Dieser Zugangsweg führt aber nicht zu einer australischen Berufszulassung.

Die Berufszulassung durch das Medical Board of Australia ist gleichzeitig das Skills Assessment für das Visumsverfahren. Das bedeutet, das eigentliche Visumsantragsverfahren kann erst nach erfolgreichem Abschluss der Berufszulassung gestartet werden.

Arbeitsmarkt und Verdienstaussichten für Ärzte sind in Australien ausgezeichnet. Die Verdienstmöglichkeiten variieren jedoch sehr stark, abhängig vom Fachgebiet und Berufserfahrung. Auch macht es einen Unterscheid ob man als angestellter Arzt in einem Krankenhaus arbeitet oder mit einer eigenen Praxis selbständig ist. Als selbständiger General Practitioner kann man beispielsweise ein Jahreseinkommen zwischen $200.000 – $300.000 erwarten. Die Einkommen von spezialisierten Fachärzten mit langer Berufserfahrung oder in Führungspositionen können auch deutlich über dieser Spanne liegen.

Je nach Spezialisierung ergeben sich unterschiedliche Visumsoptionen für Ärzte.

Als Hebamme in Australien arbeiten

Auch für die Zulassung als Hebamme, muss in einem Berufsanerkennungsverfahren nachgewiesen werden, dass die eigene Qualifikation der australischen entspricht. Das Berufszulassungsverfahren ist dem oben beschriebenen Verfahren für Pflegekräfte sehr ähnlich und wird auch von der gleichen Institution, dem „Nursing and Midwifery Board of Australia“, durchgeführt. Die oben beschriebenen und für 2019 geplanten Änderungen des Anerkennungsverfahrens für Pflegekräfte wird auch Hebammen betreffen. Auch diese müssen zukünftig anstatt eines Bridging Course zukünftig ein outcomes-based Assessment, also eine theoretische und praktische Prüfung, absolvieren.

Die Bedarfsprognosen der australischen Regierung gehen davon aus, dass sich die Zahl der in Australien tätigen Hebammen in den nächsten 5 Jahren um rund 10% erhöhen wird. Entsprechend stehen Hebammen eine ganze Reihe von Visumsoptionen offen.

Das durchschnittliche Einkommen einer australischen Hebamme liegt bei rund $82.000 jährlich, kann sich aber für erfahrene Hebammen und Hebammen, die bereit sind in ländlichen Gebieten zu arbeiten, auf über $100.000 im Jahr erhöhen.

Weitere in Australien gesuchte Gesundheitsberufe

Neben Ärzten, Krankenschwestern und -pflegern sowie Hebammen sind die Aussichten auf ein australisches Visum auch für andere Berufsgruppen aus dem Gesundheitswesen hervorragend.

Die folgenden Berufe finden sich ebenfalls auf den entsprechenden Bedarfslisten der australischen Einwanderungsbehörde:

  • Akupunkteure
  • Anästhesietechniker
  • Apotheker
  • Audiologen
  • Augenoptiker
  • Chiropraktiker
  • Ergotherapeuten
  • Ernährungsberater / Diätassistenten
  • Kardiotechniker
  • Orthopädietechniker
  • Pharmazeutisch-technische Assistenten
  • Physiotherapeuten
  • Podologen
  • Psychologen
  • Rehabilitationsberater
  • Rettungssanitäter
  • Sonstige Therapeutenberufe (beispielsweise Musiktherapeuten etc.)
  • Sprachtherapeuten
  • TCM-Praktiker
  • Zahnhygieniker
  • Zahntechniker

Allerdings entsprechen die australischen Berufsbilder und Qualifikationsanforderungen meist nicht 1:1 den entsprechenden deutschen oder europäischen Abschlüssen. Die Vergleichbarkeit der Qualifikationen muss daher in jedem Einzelfall geprüft werden.

Berufszulassung und Skills Assessment sind für die meisten dieser Berufe ähnlich wie für die anderen oben beschriebenen Berufe, unterscheiden sich aber jeweils auch in manchen Details.

Ausbildung in Australien oder australische Zusatzqualifikationen für Gesundheitsberufe.

Australien bietet eine Vielzahl an Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Gesundheitsberufe. Australische Ausbildungseinrichtungen genießen einen hervorragenden Ruf und bieten gerade internationalen Studenten exzellenten Service und Betreuung. Wer also einen australischen Abschluss anstrebt oder seinen deutschen Abschluss um einen englischsprachigen Abschluss oder eine Zusatzqualifikation ergänzen will, findet hier beste Voraussetzungen.

In nahezu allen Gesundheitsberufen werden von australischen Universitäten entsprechende Bachelor und Masterabschlüsse angeboten.

Wie kann Ihnen Visapath Australia weiterhelfen?

Spielen Sie mit dem Gedanken als Mediziner, Krankenschwester, Krankenpfleger, Therapeut oder mit einer anderen Qualifikation in einem Gesundheitsberuf nach Australien auszuwandern oder dort für einige Zeit zu arbeiten? In diesem Fall kann Visapath Australia Ihre individuelle Chance auf ein Visum prüfen, Ihre Optionen aufzeigen und gemeinsam mit Ihnen eine maßgeschneiderte Strategie für Ihren Weg zu einem australischen Visum entwickeln. Hierfür bieten wir unser Visa Gutachten an, das eine Entscheidungsgrundlage sein soll, bevor Sie eine Entscheidung über einen Visumsantrag treffen oder Sie buchen zunächst ein telefonisches Beratungsgespräch um Ihre Optionen mit uns besprechen zu können. Wenn Sie sich dann entschieden haben, einen Visumsantrag zu stellen, wird Sie ein deutschsprachiger und in Australien zugelassener Migration Agent von Visapath Australia durch den Dschungel von Skills Assessment, Berufsanerkennung und Visaantrag begleiten und Sie bei einem Visumantrag gegenüber den entsprechenden australischen Institutionen vertreten.

Streben Sie an, in Australien eine Ausbildung oder eine Zusatzqualifikation in einem Gesundheitsberuf zu erwerben? Kontaktieren Sie uns über unsere Website und schildern Sie uns Ihre Ziele. Einer unserer Education Agents wird Sie kontaktieren und Ihnen aufzeigen, wie Visapath Australia Ihnen behilflich sein kann.

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Ein zweites Working Holiday Visum beantragen​

Grundsätzlich kann ein australisches Working Holiday Visum nur einmal im Leben beantragt werden und ist für max. 12 Monate gültig. Allerdings gibt es seit 2005 die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen ein zweites Working Holiday Visum zu erhalten und die Aufenthaltsdauer um ein weiteres Jahr zu verlängern oder zu einem späteren Zeitpunkt nochmals einzureisen (vorausgesetzt man hat die Altersgrenze noch nicht überschritten). Möglich ist dies dann, wenn man als Work & Traveller für mindestens 3 Monate im ländlichen Australien gearbeitet hat und dort bestimmte Arbeiten in der Landwirtschaft, Fischerei, im Bergbau oder auf dem Bau ausgeführt hat. Die insgesamt geleistete Arbeitszeit muss mindestens 88 Tagen entsprechen und dies mittels geeigneter Dokumente, wie z.B. Gehaltsabrechnungen oder Steuerunterlagen nachgewiesen werden.

Welche Tätigkeiten können berücksichtigt werden?

Unter zugelassene Arbeiten im Sinne dieses Visums fallen alle bezahlten Arbeiten aus der folgenden Auflistung.

Landwirtschaftliche Arbeiten

  • Ernte- und/oder Verpackungsarbeiten von Obst und Gemüse
  • Schneide- und Pflegearbeiten von Gehölzen und Weinreben (nur im gewerblichen Gartenbau, keine generellen Gartenarbeiten!)
  • Generelle Instandhaltungsarbeiten im landwirtschaftlichen Pflanzenbau
  • Anbau und Zucht von Pflanzen und Pilzen sowie den daraus gewonnenen Erzeugnissen
  • Direkte Verarbeitung von Pflanzenprodukten
  • Tierhaltung und Tierzucht zum Zweck des Verkaufs (nur im Bereich der landwirtschaftlichen oder gewerblichen Erzeugung, nicht im Bereich des Tourismus oder der privaten Tierhaltung!)
  • Verarbeitung von tierischen Erzeugnissen in der ersten Verarbeitungsstufe (inkl. Scherarbeiten, Metzgerei, Verpackung, Gerberei)
  • Verarbeitung von Milchprodukten

Fischerei und Perlenzucht

  • Arbeiten, die in direktem Zusammenhang mit der Entnahme oder dem Fang von Fischen oder anderen Meerestieren stehen
  • Arbeiten, die in direktem Zusammenhang mit der Entnahme oder dem Fang von Zuchtperlen oder Perlmutt stehen

Forst- und Baumfällarbeiten

  • Pflanz- oder Pflegearbeiten in Plantagen oder Forsten, die zum Fällen bestimmt sind
  • Baumfällarbeiten in Plantagen oder Forsten
  • Transport von Bäumen oder Baumbestandteilen, die in einer Plantage oder einem Forst geschlagen wurden, zu Orten der weiteren Verarbeitung

Bergbau

  • Kohlebergbau
  • Öl- und Gasförderung
  • Metallerzbergbau
  • Baumaterialgewinnung
  • Abbau anderer nicht-metallischer Mineralien und Steinbrüche
  • Erkundungsarbeiten
  • Erbringung von Dienstleistungen für den Bergbau

Baugewerbe

  • Wohnungsbau
  • Wirtschafts- und Gewerbebau
  • Schwermaschinen- und Tiefbau
  • Bebauungsplanungs- und Standortvorbereitungsdienstleistungen
  • Dienstleistungen im Bereich der Haus- und Gebäudetechnik
  • Montage- und Installationsleistungen
  • Ausbauarbeiten
  • Sonstige Leistungen im Baugewerbe

Was gilt als ländliches Australien für ein zweites Working Holiday Visum?​

Folgende Bundesstaaten und Territorien gelten vollständig als ländliches Gebiet:

  • Northern Territory
  • South Australia
  • Tasmanien

In folgenden Bundesstaaten gelten die jeweils angegebenen Postleitzahlenbereiche als ländliche Gebiete​

New South Wales

  • 2311 - 2312
  • 2328 - 2411
  • 2420 - 2490
  • 2536 - 2551
  • 2575 - 2594
  • 2618 - 2739
  • 2787 - 2898

Queensland

  • 4124 - 4125
  • 4133
  • 4211
  • 4270 - 4272
  • 4275
  • 4280
  • 4285
  • 4287
  • 4307 - 4499
  • 4510
  • 4512
  • 4515 - 4519
  • 4522 - 4899

Victoria

  • 3139
  • 3211 - 3334
  • 3340 - 3424
  • 3430 - 3649
  • 3658 - 3749
  • 3753
  • 3756
  • 3758
  • 3762
  • 3764
  • 3778 - 3781
  • 3783
  • 3797
  • 3799
  • 3810 - 3909
  • 3921 - 3925
  • 3945 - 3974
  • 3979
  • 3981 - 3996

Western Australia

  • 6041 - 6044
  • 6055 - 6056
  • 6069
  • 6076
  • 6083 - 6084
  • 6111
  • 6121 - 6126
  • 6200 - 6799

Wie wird die Arbeitsdauer von 3 Monaten genau berechnet?

Um für ein zweites Working Holiday Visum berechtigt zu sein, muss man für mindestens für drei Monate in den oben genannten Regionen und Tätigkeiten gearbeitet haben. Angerechnet wird bezahlte Vollzeitarbeit zu branchenüblichen Verhältnissen. Wer nur Teilzeit gearbeitet hat, muss dies auf eine Vollzeitstelle umrechnen.

Dies muss nicht am Stück und auch nicht für ein und denselben Arbeitgeber gewesen sein, man kann hier mehrere Jobs zusammennehmen. Solange man in Summe auf mindestens 88 Kalendertage kommt, gilt dieses Kriterium als erfüllt.

Bei der Berechnung muss man genau darauf achten, wie der Arbeitsvertrag gestaltet ist und wie die branchenüblichen Regelungen sind. Denn unbezahlte Tage dürfen nicht in die Berechnung miteinbezogen werden. Werden also z.B. Feiertage, Krankheitstage oder Tage an denen man wegen schlechten Wetters nicht arbeiten konnte, nicht bezahlt, dürfen diese nicht angesetzt werden.

Im Zweifel empfiehlt es sich, lieber ein paar Tage mehr dran zu hängen um auf Nummer sicher zu gehen um nicht zu riskieren, dass der Visumsantrag abgelehnt wird.

Wie wird der Nachweis erbracht?​

Akzeptiert werden folgende Nachweise:

  • Verdienstbescheinigungen
  • Lohnzettel
  • Steuererklärungen
  • Arbeitgeberbestätigungen
  • Formblatt 1263 Working Holiday visa: Employment verification (Optional)
  • sowie andere Unterlagen die Name und Kontaktdaten des Arbeitgebers sowie den Zeitraum der Beschäftigung enthalten.

Die wichtigsten Voraussetzungen auf einen Blick:

  • Gültiger Reisepass
  • Ggf. Gesundheitsnachweis oder Nachweis einer Auslandskrankenversicherung (abhängig von Herkunftsland und Alter des Antragstellers)
  • Nachweis ausreichender finanzieller Mittel zur Finanzierung des Besuches (auf Verlangen)
  • Nachweis, dass es sich um einen zeitlich befristeten Aufenthalt/Besuch handelt
  • Keine offenen Schulden gegenüber der australischen Regierung
  • Keine Aufhebung eines australischen Visums in der Vergangenheit

Gültigkeit und wesentliche Auflagen:

  • Temporäres Visum für Aufenthalte bis zu 12 Monaten (je nach Reisezweck)
  • Für private und geschäftliche Aufenthalte in Australien
  • Besuch von Kursen und Fortbildungen unter 3 Monaten Dauer erlaubt
  • Keine Arbeitserlaubnis
  • Reisen zum Zweck geplanter medizinischer Behandlungen sind ausgeschlossen

Das Working Holiday Visum kann von Personen zwischen 18 und 30 Jahren beantragt werden (für irische und kanadische Staatsbürger ist dies bis 35 Jahre möglich), die die Staatsbürgerschaft eines der folgenden Working Holiday berechtigten Länder besitzen. Berechtigte Länder sind Deutschland, Belgien, Kanada, Dänemark, Finnland, Frankreich, Italien, Norwegen, Schweden, Niederlande, Irland, Großbritannien, Estland, Japan, Malta, Hong Kong, Zypern, Korea und Taiwan.

Dieses Visum ist ab Einreise 12 Monate gültig. Die Einreise muss innerhalb von 12 Monaten nach Erteilung des Visums erfolgen.